Entkoffeinierter Kaffee

Entkoffeinierter Kaffee » So wird er heutzutage hergestellt

Lesezeit ca. 12 mins
Autor*in
Lisa Eppelmann
Expertin für Kaffeefragen
Liebt Kaffee in Kombination mit beerigen Frühstücks-Bowls oder einem Stück selbst gebackenen Kuchen.
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    Vergesst getrost den koffeinfreien Instantkaffee im Glas aus früheren Zeiten! Entkoffeinierter Kaffee steht in Geschmack und Aroma dem herkömmlichen Kaffee mit Koffein in nichts mehr nach.

    Einziger Unterschied: die aufputschende Wirkung bleibt aus. Für alle Kaffeetrinker:innen, die bewusst auf diese anregende Wirkung verzichten möchten, nicht aber auf den täglichen Kaffeegenuss, ist entkoffeinierter Kaffee eine tolle Alternative.

    Erfahre im folgenden Artikel:

    • was entkoffeinierter Kaffee überhaupt ist,
    • warum er besser ist als sein Ruf
    • wie entkoffeinierter Kaffee hergestellt wird
    • & welch entscheidenden Einfluss die Art der Entkoffeinierung auf deinen Kaffeegenuss hat

    Wenn du direkt auf der Suche nach einem koffeinfreien Kaffee bist, der dennoch kräftig und aromatisch ist, dann empfehlen wir dir unseren entkoffeinierten Kaffee.

    Was ist entkoffeinierter Kaffee?

    Der Name entkoffeinierter Kaffee ist eigentlich schon relativ selbst erklärend - Kaffee ohne Koffein. Hast du gewusst, dass in koffeinfreien Kaffee jedoch immer noch kleine Mengen Koffein enthalten sein können?

    Um sich koffeinfrei nennen zu dürfen, kann der Kaffee bis zu 0,1% Koffein enthalten (im Vergleich dazu: eine Tasse bzw. 150ml Filterkaffee enthält etwa 80mg Koffein). Wir sprechen hier also von minimalen Konzentrationen.

    Unter den Kaffeebohnen eignet sich die Arabica-Bohne am besten, da sie von Natur aus schon nicht so viel Koffein hat. Über die Jahre haben sich vor allem Qualität und Geschmack von Decaf Kaffee enorm verbessert, so dass dieser heute locker mit normalen Kaffee mithalten kann.

    Auch wir haben lange an einem entkoffeinierten Kaffee bzw. an einer idealen Methode zur Herstellung getüftelt, bis wir mit dem Ergebnis voll und ganz zufrieden waren. Herausgekommen ist der earlybird Entkoffeiniert als ganze Bohnen oder in der gemahlenen Variante: ein spannender und kräftiger Allrounder für alle Kaffee-Getränke.

    Wie all unsere earlybird Kaffees ist auch unser entkoffeinierter Kaffee bio, fair und klimaneutral.

    3 Gründe, warum entkoffeinierter Kaffee besser ist als du denkst:

    #1 Kaffeegenuss ohne Koffein

    Koffein im Kaffee kann (je nach Koffeingehalt des Kaffees) den Magen reizen und den Blutdruck erhöhen. Bei entkoffeinierten Kaffee wirkt sich das Koffein nicht auf deinen Körper aus. Und noch besser: niemand muss mehr auf den Kaffeegenuss verzichten.

    Wenn du trotz entkoffeinierter Kaffeebohnen Probleme beim Genuss von Kaffee haben solltest, kann es sein, dass andere Inhaltsstoffe eine Kaffeeunverträglichkeit bei dir auslösen. Wir haben dazu bereits einen Beitrag verfasst. Schau doch mal rein!

    #2 Entkoffeinierter Kaffee wird nicht mehr so hergestellt wie früher

    Früher wurde bei der Herstellung von entkoffeinierten Kaffeebohnen Benzol verwendet. Heute weiß man, dass dieser Stoff als krebserregend gilt. 

    Mit welcher Methode entkoffeinierter Kaffee heute hergestellt wird und wieso diese Verfahren besser sind als früher, erfährst du weiter unten im Artikel. Also dranbleiben! 

    #3 Entkoffeinierter Kaffee in der Schwangerschaft

    In der Schwangerschaft kann das im Kaffee enthaltene Koffein über den Blutkreislauf der Mutter auch zum heranwachsenden Baby gelangen. Da übermäßige Mengen an Koffein nicht empfohlen werden, ist entkoffeinierter Kaffee in der Schwangerschaft die Lösung.

    Möchtest du mehr darüber erfahren? Hier findest du einen ausführlichen Blog-Artikel über Kaffee in der Schwangerschaft

    Weitere Lesetipps:

    Roselius Verfahren - Die Entstehung des entkoffeinierten Kaffees

    Man schrieb das Jahr 1903, als niemand Geringeres als Ludwig Roselius, der Gründer von Kaffee Hag aus Bremen, zum ersten Mal entkoffeinierten Kaffee herstellte.

    Hinter dieser Erfindung steht, wie bei vielen anderen Erfindungen auch, ein Familiendrama. Ludwig Roselius‘ Vater verstarb urplötzlich und die Ärzte vermuteten eine überhöhte Koffeindosis als Todesursache.

    Ab diesem Zeitpunkt begann Ludwig mit der Untersuchung der Effekte von Kaffee auf den menschlichen Körper. Nach 3 Jahren Forschung entwickelte Ludwig ein Verfahren, das nach ihm benannte Roselius-Verfahren, mit dem man Kaffee entkoffeinieren kann – die Geburtsstunde des koffeinfreien Kaffees.

    Bei dem Roselius-Verfahren wurde vor allem Benzol verwendet, ein Lösungsmittel, welches den Bohnen das Koffein entzieht. Da dieses Lösungsmittel jedoch als stark krebserregend gilt, wird Benzol heute nicht mehr verwendet.

    Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum entkoffeinierter Kaffee oft als das schwarze Schaf der Kaffee-Familie dargestellt wurde und gerade aus diesem Grund lange Zeit kaum noch bekannt war.

    Wie wird entkoffeinierter Kaffee heute hergestellt?

    Ludwig war der Vorreiter im Bereich entkoffeinierter Kaffee, nur leider war seine Methode, wie oben bereits erwähnt, gesundheitsschädlich. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich allerdings viele neue und vor allem bessere Verfahren auf der ganzen Welt herauskristallisiert.

    Die Methode zur Entkoffeinierung von Kaffeebohnen ist schonender geworden. Die Qualität und den Geschmack wurde verbessert und vor allem das gesundheitliches Risiko für die Konsumierenden wurde gesenkt. Krebserregend ist Decaf-Kaffee also längst nicht mehr.

    Auch wenn es mehrere Verfahren mit unterschiedlichen Vorgehensweisen gibt, eines haben alle gemeinsam: zur Herstellung von koffeinfreien Kaffee werden grüne Kaffeebohnen verwendet, die noch nicht geröstet wurden.

    Kaffeebohne ernten

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Verfahren mit und ohne Lösungsmitteln, die wir dir im Folgenden kurz näher vorstellen möchten:

    1. Koffeinentzug mit Lösungsmitteln

    Im Allgemeinen werden bei der Entkoffeinierung mit Lösungsmitteln die Bohnen zunächst mit heißem Wasser oder Wasserdampf zum Aufquellen gebracht.

    Daraufhin wird das Koffein mit einem Lösungsmittel extrahiert, abhängig von dem jeweiligen Verfahren. Dieser Schritt wird mehrmals wiederholt, um das Koffeinlimit der EU für koffeinfreien Kaffee von maximal 0,1% zu erreichen.

    Bei diesen Verfahren verschwindet mit dem Koffein auch leider ein Teil des typischen Geschmacks - das schon mal vorweg.

    Direktes Verfahren

    Um entkoffeinierten Kaffee mit dem direkten Verfahren herzustellen, werden die Bohnen 30 Minuten lang Wasserdampf ausgesetzt. Danach bringt man die Bohnen für 10 Stunden in Kontakt mit dem Lösungsmittel Ethylacetat oder optional auch Dichlormethan.

    Nach Ablauf der 10 Stunden wird das Lösungsmittel abgeschüttet und Restbestände möglichst vollständig entfernt. Vor allem bei Dichlormethan ist ein komplettes Entfernen des Lösungsmittels unabdingbar, da es im Verdacht steht, Krebs zu erregen.

    Mit dem Lösungsmittel Ethylacetat darf der Kaffee sogar als „natürlich entkoffeinierter“ Kaffee bezeichnet werden, da man Ethylacetat aus natürlichen Quellen gewinnen kann, wie zum Beispiel Obst.

    Indirektes Verfahren

    Beim indirekten Verfahren werden alle Inhaltsstoffe, die wasserlöslich sind, mit heißem Wasser herausgelöst, als würde man den Kaffee normal kochen wollen. Die entstehende Lösung wird dann mit Ethylacetat versetzt, um das Koffein zu extrahieren.

    Dieses koffeinfreie Gemisch wird dann mit neuen Bohnen vermischt und erneut aufgekocht. Dadurch wird den neuen Bohnen wirklich nur das Koffein entzogen, da sich ein Löslichkeitsgleichgewicht ergibt. Was auch immer ein Löslichkeitsgleichgewicht ist, hier müssen wir wohl einfach den Gesetzen der Chemie vertrauen, dass es funktioniert ;-)

    Chemie für koffeinfreien Kaffee

    2. Koffeinentzug ohne Lösungsmittel

    Um Koffeinfreie Kaffeebohnen zu erhalten, müssen nicht immer Lösungsmittel verwendet werden. Folgende Verfahren kommen ohne entsprechende Chemikalien aus: 

    Schweizer-Wasser-Prozess Verfahren

    Das Schweizer-Wasser-Prozess Verfahren ist das bekannteste Verfahren. Hierbei werden die grünen Kaffeebohnen mit Wasser durchtränkt, was das Koffein zusammen mit den restlichen Bestandteilen lösen soll. Dieses Wasser wird dann durch einen Aktivkohlefilter geleitet, welcher die Koffeinmoleküle fast komplett herausfiltert.

    Das koffeinfreie Wasser wird nun mit neuen Bohnen vermischt. Dabei wird den neuen Bohnen das Koffein entzogen, jedoch nicht die festen Bestandteile und Aromen. Dieser Schritt wird solange wiederholt, bis die Bohnen maximal 0,1% Koffein aufweisen.

    Das ist auch der entscheidende Vorteil gegenüber den anderen beiden Verfahren. Das Schweizer-Wasser-Prozess Verfahren kommt ganz ohne Zusätze aus. Die Nachteile des Scheizer-Wasser-Prozess-Verfahrens sind, dass das ganze äußerst kostspielig und nicht sehr umweltfreundlich ist. Die Bohnen, aus denen im ersten Verfahrensschritt das Koffein gelöst wird, werden anschließend entsorgt. Dazu kommt, dass für diese Art der Entkoffeinierung eine Menge Wasser benötigt wird.  

    CO2-Verfahren – lösungsmittelfrei und aromatisch

    Das Zauberwort bei diesem Verfahren lautet „superkritisches Kohlenstoffdioxid“, oder einfacher CO2 in flüssiger Form. Nachdem die grünen Kaffeebohnen mit Wasserdampf behandelt wurden, werden sie bei einem Druck von 73-300 bar mit Kohlenstoffdioxid gespült, womit das Koffein herausgelöst wird.

    Danach lässt man das Kohlenstoffdioxid verdampfen, wodurch nur noch das reine Koffein übrig bleibt. Das CO2 wird aufbereitet und wiederverwendet.

    Entkoffeinierter Kaffee ohne Dichlormethan

    Für unseren entkoffeinierten Kaffee nutzen wir das eben gerade beschriebene CO2-Verfahren. Wenn auch etwas teurer, ist das unserer Meinung nach das beste Verfahren.

    Das CO2-Verfahren ist schonend, sodass wir problemlos das Bio-Siegel verwenden können. Aktuell ist es das einzig anerkannte biologische Verfahren. Außerdem bleibt das Aroma am besten erhalten.

    Gibt es Kaffeebohnen, die von Natur aus koffeinfrei sind?

    Die "bio-verträglichen" Verfahren sind zwar schön und gut, aber auch sehr aufwendig und kostenintensiv. Die denkbar einfachste Lösung wäre daher eine Kaffeepflanze, die von Natur aus kein Koffein beinhaltet. Gibt es so eine Pflanze denn schon?

    Es gibt sie zumindest theoretisch. In der Forschung hat sich allerdings immer wieder Ernüchterung breitgemacht. Bislang sind diese Pflanzen sehr ineffizient. Das führt zu extrem hohen Kosten im Anbau, weshalb diese Sorten so gut wie nie anzutreffen sind. 

    Doch die Forschung und damit die Suche nach einer koffeinfreien Kaffeebohne geht weiter. Wir verfolgen die wissenschaftlichen Fortschritte und bleiben gespannt.

    Kaffeebohnen in der Hand

    Fazit

    Es gibt unterschiedlichste Gründe zum Decaf Kaffee zu greifen: Unverträglichkeit, Schwangerschaft, Angst, nicht schlafen zu können, etc. Alle eint, nicht auf den Geschmack oder das Gefühl von Kaffee trinken verzichten zu wollen. 

    Eins sollte dir dabei klar sein: Aktuell gibt es keinen von Natur aus koffeinfreien Kaffee. Ein Kaffee ohne Koffein muss in jedem Fall einen zusätzlichen Verfahrensschritt durchlaufen. Letztendlich muss jede:r selbst entscheiden, ob entkoffeinierter Kaffee das Richtige ist.

    Etwas schade finden wir, dass fast kein Kaffee-Anbieter die Art der Entkoffeinierung transparent offenlegt. Das macht es schwer nachzuvollziehen, ob eine schonende, natürliche Methode der Entkoffeinierung eingesetzt wurde.

    Unsere Empfehlung: Kaffees, die mit dem "bio-verträglichen" CO2-Verfahren entkoffeiniert wurden.

    Wenn du auf der Suche nach genau einem solchen entkoffeinierten Kaffee bist, der dazu noch einen aromatischen Geschmack hat sowie fair und klimaneutral produziert wird, dann schau gerne in unserem Online-Shop vorbei :-)

    Schwarze Glühbirne

    Häufige Fragen zum Thema Entkoffeinierter Kaffee

    Wie viel koffeinfreier Kaffee pro Tag?

    Da ein Decaf Kaffee fast kein Koffein enthält, empfehlen Experten kein wirkliches Limit. Du kannst also ruhig einige Tassen am Tag trinken. Wie immer gilt: Qualität ist besser als Quantität. 

    Ist Entkoffeinierter Kaffee auch harntreibend?

    Nein, im Gegensatz zum normalen Kaffee, ist koffeinfreier Kaffee nicht harntreibend. Da kein Koffein enthalten ist, wird die Rückresorption von Wasser in der Niere nicht verhindert.

    Was bringt entkoffeinierter Kaffee?

    Die Kaffeebohne an sich enthält, neben Koffein, noch weitere Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Antioxidantien. Und dann bescheren dir entkoffeinierte Kaffeebohnen auch deinen täglichen Kaffeegenuss. Dass du dich auch mit einer Decaf Tasse gemütlich zurücklehnen und deinen Kaffee in vollen Zügen genießen kannst :-)

    Ist koffeinfreier Kaffee wirklich koffeinfrei?

    Wie bereits oben erwähnt, darf ein Kaffee mit dem Titel “koffeinfrei” oder “entkoffeiniert” einen Koffeingehalt von unter 0,1% haben. Das heißt, es gibt immer noch eine winzige Menge, die man bedenken sollte. Die ist dann doch aber verschwindend wenig.

    Oh und vielleicht könnten dich auch die folgenden Artikel zum Thema Koffein interessieren:


    8 Kommentare


    • Jessica Welling

      Ich kann die Ansicht von Frau Vogel nur unterstützen. Erstaunlich, dass Sie nach so langer Zeit immer noch nicht dazu gekommen sind Ihren Artikel bzw das Ende Ihres Artikels zu überarbeiten. Vor allem, Wenn man bedenkt, das Frau Vogel sich auch die Zeit genommen hat Sie auf diesem Wege zu kontaktieren.
      Schade.


    • earlybird

      Liebe Frau Vogel,
      vielen Dank für Ihr sehr nett und konstruktiv geschriebenes Feedback!
      Wenn wir diesen Text nun nach langer Zeit reflektieren, können wir Ihren Punkt sehr gut nachvollziehen. So weit hatten wir beim Schreiben dieses Textes nicht gedacht und garantiert nicht beabsichtigt zu „verurteilen“. Es ist oft nicht einfach, authentisch und mit Elan zu schreiben und gleichzeitig alle Facetten zu berücksichtigen – wir überarbeiten den Artikel nun. Viele Grüße vom earlybird coffee Team


    • Birgit Vogel

      “…er ist intransparent, unökologisch und vielleicht etwas dekadent – oder was würdet ihr dazu sagen? „Jetzt neu: Zitronen ohne Vitamin C“.

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      gerne gestehe ich der Jugend eine gewisse Überheblichkeit zu – tatsächlich waren Menschen, die wie ich 50+ sind, auch mal jung.
      Trotzdem kann ich jetzt nicht umhin, Ihnen zu wünschen daß es Ihnen auch mal so gehen mag…ich habe immer gerne Kaffee getrunken, ich mag den Geschmack und das Gefühl von Fülle, die mir ein Früchtetee eben leider nicht bieten kann. Und irgendwann hat es meine Gesundheit nicht mehr erlaubt, Koffein in der Menge, in der ich Kaffee trinke, zu mir zu nehmen.

      Entkoffeinierter Kaffee:
      Intransparent – leider
      Unökologisch – ja, wenn man beim Einkauf auf nichts achtet. So unökologisch wie viele Kaffeetrinker von “vollwertigem” Kaffee sind, die nicht auf die Herkunft achten oder gar Alukapseln verwenden (und ja ich habe es gesehen, Sie bieten diese nicht an).
      Aber dekadent – nein, ich denke nicht, daß ich dekadent handle. Und ich denke nicht daß es Ihnen zusteht, alle Konsumenten von koffeinfreiem Kaffee pauschal zu verurteilen und sich über sie lustig zu machen.

      Ich finde Ihre Initiative für fairen, nachhaltigen und klimaneutralen Kaffeegenuß mehr als begrüßenswert. Und natürlich bieten Sie keinen entkoffeinierten Kaffee an, dessen Herstellung nicht Ihren ökologischen Kriterien entspricht. Das ist nur folgerichtig.

      Aber Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die trotzdem nicht auf Kaffee verzichten möchten, abzuwerten – das ist anmassend und arrogant. Sind Sie wirklich alle Veganer, fahren niemals mit dem Auto (dass Sie nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren habe ich gelesen – das geht, wenn man in der Stadt lebt und nicht auf dem Land), kaufen ausschließlich Bio- und Fairtradeprodukte in verpackungslosen Geschäften ein und verzichten auf jede Art von nicht rein ökologischen Reinigungsmittel und Kosmetika? Haben Sie alle nur fair produzierte Kleidung aus Bio-Baumwolle im Schrank und keinerlei Kunststoffprodukte im Haushalt? Nicht einmal wenn Sie alle diese Fragen bedingungslos mit ja beantworten können, steht es Ihnen zu, jemanden wie mich, der “nicht natürlichen koffeinfreien Kaffee” trinkt, zu verurteilen und abzuwerten.

      Hochachtungsvoll
      Birgit Vogel


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