Du hast dir Kaffeekapseln bestellt, die ersten liegen schon bereit – und jetzt? Einfach Knopf drücken? Klar. Aber: Wie wär’s, wenn dein Kaffee aus der Kapselmaschine nicht nur praktisch ist, sondern auch richtig gut schmeckt?
Mit ein paar kleinen Kniffen kannst du deinen Kapselkaffee verbessern und viel mehr herausholen. Oft sind es Details, wie die Wassermenge, die Wahl zwischen Lungo und Americano oder wie du deine Kapseln lagerst, die aus „ganz okay“ ein „hey, wow!“ machen.
Wir zeigen dir 7 einfache Tipps, mit denen du aus deiner Maschine und deinen earlybird Kaffeekapseln das Beste herausholst – schnell ausprobiert und mit sofortigem Geschmacksunterschied.
Bereit? Kapselmaschine an, Kapsel rein und los geht’s.
Tipp 1: Die richtige Wassermenge für besseren Kapselkaffee
Die Wassermenge ist der vielleicht meistunterschätzte Faktor beim Kapselkaffee und entscheidet massiv über den Geschmack. In einer Nespresso®*-Kapsel stecken gerade mal 5–6 Gramm Kaffee. Mehr passt schlicht nicht rein. Deshalb gilt: Weniger Wasser ist fast immer besser.
Ein Lungo aus einer einzigen Kapsel kann geschmacklich nie mit einer großen Tasse Filterkaffee mithalten – dafür fehlt einfach die Menge an Kaffee.
Das schmeckt besser:
✔ Stoppe den Durchlauf bewusst früher für einen intensiveren, volleren Kaffee, der weniger wässrig ist
✔ Kleinere Tassenmenge = intensiveres Aroma
✔ Zwei Kapseln nutzen, wenn du mehr willst
Das solltest du vermeiden:
❌ Maschine zu lange laufen lassen, da er sonst dünn, bitter und überextrahiert
❌ Eine große Tasse Kaffee mit nur einer Kapsel
Unser Tipp:
Probier dich ein bisschen aus: Starte mit der Standardeinstellung deiner Maschine und stoppe dann gezielt früher, um zu sehen, wie sich das Aroma verändert. So findest du die perfekte Balance für deinen Geschmack.
Und wenn du mehr Kaffee willst? Nutze lieber zwei Kapseln hintereinander. Für einen Lungo schau dir auch gleich den nächsten Tipp an.
Tipp 2: Lungo vs. Americano – probier den Unterschied
Wenn du gerne Lungo trinkst, lohnt sich ein kleiner Perspektivwechsel: Statt die Kapsel einfach länger durchlaufen zu lassen, kannst du den „Americano“-Trick ausprobieren.
Zieh dir einen kurzen Espresso – also kurz durchlaufen lassen – und fülle die Tasse dann mit heißem Wasser auf. Das Ergebnis ist erstaunlich anders.
Der Grund: Beim langen Durchlauf wird der Kaffee überextrahiert und schmeckt schnell dünn oder bitter. Mit der Americano-Methode bleibt die Extraktion sauber, und die gewünschte Tassenfüllung entsteht erst durch das zusätzliche Wasser.
Viele unserer Kapselfans sind überrascht, wie groß der Unterschied ist. Und das Beste: Du kannst sowohl Espresso- als auch Lungo-Kapseln oder natürlich auch die Decaf Kapseln nutzen – alle drei funktionieren prima.

Wenn du noch tiefer in die Welt der Kaffee-Varianten eintauchen magst, haben wir genau das Richtige für dich: Wo liegt der Unterschied zwischen Lungo, Cafe Crema und Americano und welche Variante passt besser zu deinem Geschmack? Erfahre es in unserem Blogartikel über Kaffeespezialitäten!
Tipp 3: Espresso vs. Lungo – Kaffeekapseln flexibel nutzen
Viele denken, dass Espresso- und Lungo-Kapseln komplett verschieden sind. In Wahrheit ist der Unterschied oft kleiner als du vielleicht denkst.
Meist geht es nur um den Röstgrad:
- Espresso Kapseln sind dunkler geröstet, dadurch kräftiger, aber auch etwas bitterer.
- Lungo Kapseln sind oft heller geröstet und schmecken milder oder fruchtiger.
Das Schöne daran: Du musst dich nicht strikt an die Beschriftung halten. Lust auf einen kräftigen Lungo? Dann nimm einfach eine Espresso-Kapsel und lass etwas mehr Wasser durchlaufen. Oder du ziehst mit einer Lungo-Kapsel einen kurzen Espresso – so bekommst du einen sanfteren, leichteren Shot.
Kurz gesagt: Die Bezeichnungen auf der Packung sind Empfehlungen, keine Regeln. Spiel ein bisschen mit den Kombinationen, bis du deine Lieblingsvariante gefunden hast.
Tipp 4: Kurz durchspülen, dann Kapsel einlegen
Wenn deine Maschine länger stand – schon ab etwa 30 Minuten – lohnt sich ein kleiner Zwischenschritt, bevor du die erste Kapsel einsetzt: Lass einmal eine Espressomenge Wasser ohne Kapsel durchlaufen.
Klingt nach einem Hygiene-Tipp? Stimmt, das Wasser sieht manchmal erstaunlich trüb aus. Der eigentliche Effekt liegt aber im Geschmack: Das heiße Wasser fließt durch Schläuche, Ventile und Metallteile, die nach der Pause erst wieder auf Temperatur kommen müssen. Beim allerersten Bezug ist das Wasser oft nicht richtig heiß oder nicht gleichmäßig erhitzt. Genau das schmeckst du später in der Tasse.
Der Vorteil: Mit einem kurzen „Spülbezug“ reinigst du also nicht nur das System, sondern bringst auch die Maschine auf Betriebstemperatur. Für einen Kaffee, der gleich beim ersten Schluck überzeugt.
Tipp 5: Kaffeekapseln richtig lagern – so bleibt’s frisch
Der Vorteil von Kaffeekapseln: Sie sind luftdicht verschlossen und halten den Kaffee deutlich länger frisch als eine geöffnete Bohnen- oder Pulverpackung. Trotzdem hat auch bei Kapseln die Lagerung einen spürbaren Einfluss.
Sonne, Wärme, Luftfeuchtigkeit – all das sind die natürlichen Feinde von Aroma und Haltbarkeit. Werden Kapseln falsch gelagert, kann sich über die Zeit nicht nur der Geschmack verändern, sondern auch die Hülle Schaden nehmen.
Unsere Empfehlung: Lagere deine Kapseln kühl, trocken, dunkel und möglichst verschlossen. So verhinderst du, dass Hitze oder Feuchtigkeit an den Kaffee gelangen, und erhältst das volle Aroma. Ein kleiner Aufwand, der sich fast immer lohnt – vor allem, wenn du Kapseln auf Vorrat kaufst.

Tipp 6: Wasser macht oft Unterschied
Wasser macht rund 99 % deines Kaffees aus. Kein Wunder also, dass es einen großen Unterschied macht.
In den meisten Regionen kannst du Leitungswasser bedenkenlos nutzen. Es funktioniert problemlos und schmeckt neutral. Aber: Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kapselkaffee irgendwie nicht ganz rund schmeckt, liegt es vielleicht nicht an der Kapsel, sondern am Wasser.
Besonders bei sehr hartem oder stark gechlortem Leitungswasser kann das Aroma leiden.
Unser Tipp: Probier's mal zum Vergleich mit gefiltertem Wasser oder einem stillen Mineralwasser aus der Flasche. Viele merken sofort, dass der Kaffee klarer, weicher und manchmal sogar süßer schmeckt. Und das ganz ohne Änderung an Maschine oder Kapseln.
Tipp 7: Auf die Kaffeequalität kommt es an
Am Ende zählt vor allem eins: der Kaffees in der Kaffee-Kapsel. Denn auch die beste Maschine, perfekte Wassermenge oder saubere Lagerung können nur so viel leisten wie der Inhalt selbst.
Gerade bei Kapseln ist es nicht immer leicht, Qualität zu erkennen. Preis, Verpackung oder Nachhaltigkeitsversprechen lenken oft vom Wesentlichen ab. Wie wurden die Bohnen angebaut, verarbeitet und ausgewählt?
Ein gutes erstes Signal ist Bio-Qualität: Sie zeigt, dass auf chemisch-synthetische Mittel verzichtet wurde und die Bohnen meist sorgfältiger angebaut sind. Noch besser ist es, wenn du wie bei uns transparente Infos über Herkunft, Anbaugebiete oder Sorten bekommst. Das ist ein starkes Zeichen für bewusst gewählte, hochwertige Rohkaffees.
Kurz gesagt: Je besser der Kaffee in der Kapsel, desto besser die Tasse. Und das schmeckst du – garantiert.
☕ Und jetzt: Ausprobieren, optimieren, genießen
Kapselkaffee kann so viel mehr sein als „Knopf drücken, fertig“. Mit ein bisschen Feingefühl wird aus deiner Maschine ein echter Alltagsheld – und jede Tasse Kapselkaffee zu einem kleinen Lieblingsmoment.
Lust, weiter in die spannende Kaffeewelt einzutauchen?
In unserem Kaffeewissen Blog findest du mehr Tipps, Hintergründe & Tricks rund um deinen Lieblingskaffee, egal, ob mit Kapsel, Filter oder French Press.
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