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Ist Kaffee während der Schwangerschaft schädlich?

Schwangere Frau earlybird coffee Der Kaffee am Morgen gehört für viele Frauen zur Routine, aber auch bei einem kleinen Plausch mit Freundinnen oder bei der Arbeit ist er kaum noch wegzudenken. Wer kann es ihnen auch verübeln, denn Kaffee ist ein echtes Genussgetränk.

Welche Wirkung hat aber nun der Kaffeekonsum während der Schwangerschaft auf den Säugling? Muss der Konsum eingeschränkt werden oder darf hemmungslos weiter getrunken werden? Diesen Fragen werden wir im Namen aller werdenden Mütter auf den Grund gehen.

I love coffee symbolisch earlybird coffeeWir sind leider keine Ärzte und werden deshalb nur den derzeitigen Forschungsstand auf der Grundlage durchgeführter Studien widerspiegeln. Somit können wir euch einen Überblick über die Erkenntnisse der Wissenschaft bieten. Denn bei so einem Thema ist es gefährlich, sich nur auf Laienwissen zu berufen. Im Zweifel fragt lieber nochmal den Arzt eures Vertrauens.

Welche Ängste haben werdende Mütter vor allem beim Kaffeekonsum?

Eine Schwangerschaft verändert alles. Man wird vor allem vorsichtiger, besonders im Bereich Ernährung. Diese Vorsicht ist auch gut so, denn es gibt viele Nahrungsmittel die negative Einflüsse auf die Entwicklung des Säuglings haben, wie zum Beispiel Alkohol oder rohe Fleischprodukte. Wie sieht das Ganze nun mit Kaffee aus? Folgende Ängste werden mit dem Kaffeekonsum häufig verbunden:

  1. Das Koffein hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Säuglings, wie zum Beispiel die Entstehung von ADHS oder ein geringerer IQ.
  2. Kaffee verursacht Frühgeburten und/oder Komplikationen bei der Geburt.
  3. Das Koffein im Kaffee erhöht das Risiko einer Totgeburt.

Vorsicht ist besser als Nachsicht, deshalb sind all diese Ängste absolut berechtigt. Bevor wir die 3 Punkte angehen, müssen wir jedoch erstmal die Wirkweise des Koffeins kurz erklären.

Wie wirkt das Koffein im Körper der Mutter und des Säuglings?

Der kritische Punkt beim Kaffee ist oftmals das Koffein. Es wird meist schon über die im Mund liegenden Schleimhäute aufgenommen. Das Koffein veranlasst das Gehirn, Botenstoffe im Körper auszusenden. Diese Botenstoffe befinden sich dann im Blutkreislauf.

Das Koffein wirkt wachmachend. Der Säugling ist direkt mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden und hat somit fast 1:1 dieselbe Blutkonzentration. Das bedeutet, dass die Wirkung des Koffeins genauso das Baby erreicht wie auch die Mutter.

Ist das Koffein nun schlecht oder gut für den Säugling? Die möglichen Antworten kann uns nur die Wissenschaft liefern.

Was sagt die Wissenschaft: Ist Kaffee schädlich in der Schwangerschaft?

Die Wahrheit über oben genannte Ängste ist nicht nur von Bedeutung für werdende Mütter, sondern auch für die Wissenschaft. Deshalb gibt es zu jeder der Ängste auch Studien. „Muss ich also komplett auf Kaffee verzichten?“ ist die Frage, die euch eigentlich brennend interessiert und die Antwort der Studien lautet „Jein“. Aber lest es selbst in den folgenden Studien.

Mann der Tafel anschaut earlybird coffee

Studie 1 – Koffein verantwortlich für ADHS und geringeren IQ des Säuglings?

Ob die Koffeineinnahme mütterlicherseits während der Schwangerschaft in Zusammenhang mit Verhaltensstörungen der Kinder im Alter von 4-7 Jahren steht, wurde in der Studie1 von Sarah A. Keim (Assistenz Professorin an dem Ohio State University College of Medicine2) und Mark A. Klebanoff geprüft.

In der Studie wurden 2197 Mutter-Kind Paare als Kontrollgruppe für eine Untersuchungsprobe aus den Jahren 1959-1974 verwendet (in dieser Zeit war Kaffeekonsum während der Schwangerschaft viel höher als heute).

Beim Vergleich und der Auswertung der beiden Proben konnte man keinen Beweis für den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum in der Schwangerschaft und Verhaltensstörungen/ADHS der Kinder finden.

So kam die Studie zu dem Entschluss, dass ein moderater Kaffeekonsum (1-2 Tassen am Tag) während der Schwangerschaft keine negativen Effekte auf die kognitive Leistung des Kindes hat. Wie es bei höheren Dosierungen aussieht, wurde noch nicht getestet, deshalb gibt es von uns darüber keine Aussage.

Studie 2 – Koffein verursacht Frühgeburten/Fehlgeburten und Komplikationen?

In diesem Bezug ist sich die Wissenschaft sehr uneinig. Die Osaka Maternal and Child Health Studie3 von Hitomi Okubo hat den Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und Fehlgeburten bei 858 japanischen Frauen untersucht. Dabei kam heraus, dass bei den Frauen die koffeinhaltigen Getränke konsumierten ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten bestand.

Die amerikanische Fachgesellschaft der Gynäkologen4 hatte jedoch Zweifel an dieser Aussage und behauptete, dass falsche Zusammenhänge hergeleitet wurden aufgrund von Faktoren, die in Okubos Studie nicht berücksichtigt wurden. Diese Vermutung bestätigte die amerikanische Fachgesellschaft der Gynäkologen nach einiger Zeit und so kamen sie zu dem Entschluss, dass ein moderater Koffeinkonsum von 200 mg keinen relevanten Zusatzfaktor für Fehlgeburten darstelle.

Uneindeutig ist auch der Zusammenhang zwischen Frühgeburten und Koffeinkonsum während der Schwangerschaft. In einer norwegischen Studie5 von Sengpiel, V. (2013) wurden 60.000 Teilnehmerinnen getestet. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass bei den Teilnehmerinnen mit Kaffeekonsum kein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt bestand.

Studie 3 – Kaffee erhöht das Risiko von einer Totgeburt?

An dem Aarhus University Krankenhaus in Dänemark6 hat man sich mit der Frage beschäftigt, ob ein erhöhter Koffeinkonsum verantwortlich für ein erhöhtes Totgeburtsrisiko ist. Dafür führte man eine Studie mit 18.478 schwangeren Frauen durch, die in verschiedene Gruppen mit jeweils einem anderen Kaffeekonsum eingeteilt wurden. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass schwangere Frauen, die 8 oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinken ein erhöhtes Totgeburtsrisiko hatten als die, die keinen getrunken haben. Bei Frauen mit 0 - 2 Tassen Kaffee am Tag gab es jedoch keinen signifikanten Risikoanstieg.

Milch in Kaffeetasse earlybird coffee

Fazit

Die Studien haben gezeigt, dass man den Kaffeekonsum nicht komplett einschränken muss, jedoch auf die Dosierung geachtet werden muss. Deshalb kommt die Empfehlung nicht von uns, sondern von einer sehr glaubwürdigen Organisation und zwar der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit). Die EFSA nimmt in einer Risikobewertung für Koffeinkonsum Stellung und sagt:

Eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag ist für den Fötus unbedenklich.
(Meldung vom 27. Mai 2015, EFSA) 7

Besonders wichtig ist dabei die Bemerkung „aus allen Quellen“, denn Kaffee ist nun mal nicht das einzige Produkt, das Koffein enthält. Also Kaffee ja, aber in begrenzten Mengen, wie es die EFSA empfiehlt. Übrigens 200 mg Koffein entspricht ungefähr 2 Tassen Kaffee mit je einer Füllmenge von 125 - 150 ml. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn der Koffeingehalt schwankt stark zwischen verschiedenen Kaffees - mit einer Tasse Kaffee oder Espresso solltet ihr aber in allen Fällen darunter liegen.

Aber auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt die Empfehlung:

For pregnant women with high daily caffeine intake (more than 300 mg per day), lowering daily caffeine intake during pregnancy is recommended to reduce the risk of pregnancy loss and low birth weight neonates.”  8

Sicherlich ist es für viele nicht einfach den Kaffeekonsum einzuschränken. Wir können euch nur empfehlen, wenn ihr schon weniger Kaffee trinken müsst, solltet ihr auch auf Qualität setzen. Wenn es da doch bloß einen Kaffeeanbieter gäbe, der dir qualitativ hochwertigen, nachhaltigen und leckeren Kaffee ohne Stress liefern könnte *dramatischer Seufzer*… ach halt warte, den gibt es ja! ;)

earlybird coffee Produkt

 

Quellen:

1  https://academic.oup.com/aje/article-lookup/doi/10.1093/aje/kwv136

2  https://medicine.osu.edu/Pages/default.aspx

3  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0271531715000457

4 https://www.acog.org/Resources-And-Publications/Committee-Opinions/Committee-on-Obstetric-Practice/Moderate-Caffeine-Consumption-During-Pregnancy

5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23421532

6  http://www.bmj.com/content/326/7386/420

7https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/corporate_publications/files/efsaexplainscaffeine150527de.pdf

8 http://www.who.int/elena/titles/caffeine-pregnancy/en/

 

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