Zittrig nach der zweiten Tasse? Bauchgrummeln, Herzklopfen oder Sodbrennen nach dem Kaffee? Dahinter kann eine Kaffeeunverträglichkeit stecken, muss aber nicht. In einer Tasse Kaffee stecken hunderte Substanzen, und neben dem bekannten Koffein kommen viele davon als Auslöser infrage.
Wir zeigen dir, woran du Beschwerden erkennst, was dahinterstecken kann und wie du Kaffee vielleicht doch weiter genießt. Nebenbei räumen wir mit einem hartnäckigen Gerücht auf (Spoiler: Beim Thema Flüssigkeit gibt es eine überraschend gute Nachricht).
Kaffeeunverträglichkeit in Kürze
Kaffee kann bei manchen Menschen Magenbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit, Herzrasen oder Kopfschmerzen auslösen. Dahinter muss nicht automatisch eine echte Unverträglichkeit stecken.
- Mögliche Auslöser sind Koffein, Säure, Menge, Zubereitung und Kaffee auf nüchternen Magen. Wie stark Koffein wirkt, ist individuell.
- Als Richtwert gelten bis zu 400mg Koffein am Tag für gesunde Erwachsene, das sind rund vier Tassen Filterkaffee.
- Zum Ausprobieren: Menge reduzieren, Kaffee nach dem Essen trinken, Röstgrad und Zubereitung wechseln, entkoffeinierten Kaffee testen.
- Eine sichere Diagnose stellt nur ein Arzt oder eine Ärztin. Heimtests eignen sich nicht gut, Allergien oder Intoleranzen sicher zu diagnostizieren.
Suchst du einfach guten Kaffee ohne Koffeinkick? Unseren entkoffeinierten Bio Kaffee gibt es als Bohnen, gemahlen oder in der Kapsel.
Was versteht man unter einer Kaffeeunverträglichkeit?
Bei einer Kaffeeunverträglichkeit, welche auch Kaffee Intoleranz genannt wird, kommt es durch den Konsum von Kaffee zu Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Herzrasen oder Sodbrennen. Der Körper reagiert in diesem Fall auf die bestimmten Inhaltsstoffe des Kaffees bzw. ist nicht in der Lage, darauf zu reagieren
Eine Kaffee Unverträglichkeit ist dabei nicht das gleiche wie eine Kaffee Allergie. Während bei einer Unverträglichkeit bestimmte Inhaltsstoffe in Lebens- oder Genussmitteln nicht korrekt verarbeitet werden können, wird eine Allergie durch eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst.
Bei Menschen kommt es meist zu einer Kaffee bzw. Koffein Unverträglichkeit. Eine Kaffee bzw. Koffeinallergie hingegen ist eher selten.
Welche Symptome deuten auf eine Kaffeeunverträglichkeit hin?
Bei einer Unverträglichkeit von Kaffee können verschiedene Symptome auftreten. Die Symptome äußern sich meist recht zeitnah nach dem Trinken von Kaffee. Bevor wir auf die Symptome im Einzelnen eingehen...
- Magenbeschwerden
- Sodbrennen
- Übelkeit
- Herzrasen
- Kopfschmerzen
Magenbeschwerden durch Kaffee
Erste Anzeichen für eine Kaffeeunverträglichkeit können Beschwerden im Magenbereich sein. Bauchschmerzen nach dem Kaffee treten bei manchen Menschen auf, zum Beispiel durch Säure im Kaffee, große Mengen oder zu heißes und hastiges Trinken.
Kaffees unterscheiden sich im Säuregehalt, unter anderem je nach Röstung. Außerdem wird durch den Kaffeegenuss die Verdauung angeregt. Die Folge kann ein Blähbauch durch Kaffee sein.
Auch wenn du koffeinhaltigen Kaffee insbesondere am Morgen ganz heiß und hastig trinkst bevor du dich in den Büroalltag stürzt, kann es zu Bauchschmerzen nach dem Kaffee kommen.
Die Säure im Kaffee hängt unter anderem von der Röstung ab: Laut Apotheken Umschau wird bei langer Röstung die Chlorogensäure teilweise abgebaut. Auch bei unserem Langzeit-Trommelröstverfahren werden Säuren nach und nach abgebaut und Bitterstoffe kontrolliert eingebunden. Gleichzeitig können sich mehr Aromen entfalten. Wie du einen Kaffee verträgst, bleibt dennoch individuell.
Alle unsere verschiedenen Sorten an Bio Kaffee werden schonend im Langzeit-Trommelröstverfahren geröstet. Probier es gerne mal aus.
Sodbrennen durch Kaffee
Laut Apotheken Umschau berichten manche Menschen Sodbrennen nach Kaffee, Alkohol oder anderen säurehaltigen Getränken. Wer öfter unter Sodbrennen leidet, sollte mit Kaffee zurückhaltend sein und sehr heißen Kaffee besser meiden. Manche bemerken die Beschwerden vor allem, wenn sie Kaffee auf nüchternen Magen trinken.
Übelkeit durch Kaffee
Übelkeit von Kaffee kann einhergehen mit einem zittrigen Gefühl im Körper. Insbesondere, wenn zu viel Kaffee getrunken wurde, kann dies Übelkeit oder auch Schwindel auslösen. Eine plötzliche Übelkeit nach Kaffee – obwohl du nicht mehr als sonst getrunken hast – kann wiederum ein Anzeichen dafür sein, dass du eine Unverträglichkeit gegenüber Kaffee entwickelt hast. Eine hohe Koffeinaufnahme kann außerdem Unruhe und Nervosität begünstigen.
Herzrasen durch Kaffee
Herzrasen nach dem Kaffee kann ebenfalls ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein. Laut BfR sind Herzklopfen und Herzrasen bei hohen Koffeinmengen in kurzer Zeit möglich, abhängig von Dosis und individueller Empfindlichkeit. Tritt es wiederholt oder stark auf, lass es bitte ärztlich abklären.
Kopfschmerzen durch Kaffee
Auch Kopfschmerzen nach Kaffee können auf eine Unverträglichkeit hindeuten. In einer Tagebuchstudie mit Menschen mit Migräne (Mostofsky et al., 2019) stieg die Wahrscheinlichkeit für einen Anfall am selben oder nächsten Tag ab drei koffeinhaltigen Getränken. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis. Kopfschmerzen können auch auftauchen, wenn der gewohnte Kaffee fehlt (mehr dazu im Beitrag zum Kaffee-Entzug).
| Beschwerde | Mögliche Auslöser | Was du ausprobieren kannst |
|---|---|---|
| Magenbeschwerden | Säure im Kaffee, große Mengen, zu heißes oder hastiges Trinken, leerer Magen | Menge reduzieren, nach dem Essen trinken, Röstung und Zubereitung variieren (Tipps #1 bis #4) |
| Sodbrennen | Kaffee gilt bei manchen Menschen als Auslöser, besonders sehr heiß oder auf nüchternen Magen | Kaffee nicht zu heiß und nach dem Essen trinken, bei häufigem Sodbrennen ärztlich abklären |
| Übelkeit und Zittern | Große Mengen Koffein, individuelle Empfindlichkeit | Menge prüfen, Richtwert laut BfR: bis zu 400mg Koffein am Tag |
| Herzrasen | Hohe Koffeinmengen in kurzer Zeit | Menge reduzieren, bei wiederholtem Herzrasen ärztlich abklären |
| Kopfschmerzen | Drei oder mehr koffeinhaltige Getränke am Tag (bei Migräne), Koffeinentzug | Regelmäßige Menge, bei häufigen Kopfschmerzen ärztlich abklären |
Die Tabelle fasst mögliche Auslöser zusammen und ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Welche Ursachen und Gründe gibt es für eine Kaffeeunverträglichkeit?
Eine aufgebrühte Tasse Kaffee enthält hunderte bis tausende verschiedene Substanzen. Daher ist es extrem schwierig die individuelle Wirkung auf verschiedene Menschen zu beurteilen. Ursachen können unter anderem die Kaffee-Qualität, die Säure im Kaffee oder die Zubereitungsart sein.
Weiter unten verraten wir dir eine Menge Tipps, worauf du bei der Auswahl von Kaffee achten solltest.
Koffeinunverträglichkeit
Wie stark Koffein wirkt, ist individuell verschieden. Laut Apotheken Umschau ist bei etwa einem Drittel der Menschen in Europa eine besonders starke Empfindlichkeit genetisch bedingt. Wer empfindlich reagiert, verträgt Kaffee manchmal schon in kleinen Mengen schlechter. Eine echte Koffeinallergie ist dagegen eher selten.
Histaminunverträglichkeit
Manche Menschen mit Histaminintoleranz berichten, dass sie Kaffee nicht gut vertragen. Als Lebensmittel, die das histaminabbauende Enzym Diaminoxidase (DAO) hemmen, nennt die Apotheken Umschau unter anderem Alkohol, Hefe, Kakao und Energydrinks. Kaffee taucht dort nicht auf. Ob Koffein selbst eine Rolle spielt, ist unklar.
Eine Histaminintoleranz lässt sich nur als Verdachtsdiagnose stellen: Andere Ursachen werden ausgeschlossen, danach werden Beschwerden bei Verzicht und schrittweiser Wiedereinführung protokolliert. Lass das bitte ärztlich begleiten.
Kaffee auf nüchternen Magen
Bei manchen Menschen kann Kaffee auf nüchternen Magen zu Bauchschmerzen oder Übelkeit führen. Kommt dir das bekannt vor, probiere es mit einem kleinen Frühstück vorab.

Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?
Zeit für das wohl hartnäckigste Gerücht über Kaffee: Er soll dem Körper Wasser entziehen. Ja, Kaffee kann die Wasserausscheidung leicht fördern. Bei moderatem Konsum spielt das für den Flüssigkeitshaushalt laut Studienlage (Killer et al., 2014) aber keine Rolle.
Die harntreibende Wirkung ist gering und macht sich erst bei größeren Mengen bemerkbar. Dass du nach dem Kaffee die Toilette aufsuchen musst, kommt vermutlich eher durch die Menge an Wasser, die du mit jeder Tasse aufnimmst.
Übrigens: in deiner täglichen Flüssigkeitsbilanz darfst du Kaffee mitzählen. Wichtig ist dabei, dass du insgesamt ausreichend trinkst – und zwar nicht nur Kaffee (hier gilt am besten in Maßen als in Massen), sondern insbesondere viel Wasser :-)
Und noch eine Sonnenseite? Kaffee gehört zu den am besten untersuchten Lebensmitteln überhaupt. In großen Beobachtungsstudien, meist mit zwei bis drei Tassen am Tag, zeigen sich Zusammenhänge mit selteneren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Typ-2-Diabetes und einer längeren Lebenserwartung (Apotheken Umschau). Das sind Zusammenhänge, keine Beweise, und warum das so ist, rätselt die Forschung noch. Kein Grund also für Kaffee-Panik, aber ein guter Grund, auf den eigenen Körper zu hören. Und genau dabei helfen dir die folgenden Tipps.
6 Tipps und Alternativen gegen Kaffeeunverträglichkeit
Viele unserer Kundinnen und Kunden kommen zu uns, weil sie unsicher sind, ob sie eine Kaffee Unverträglichkeit haben. Nach dem Kaffee haben sie Magen- oder Verdauungsprobleme. Sie fragen uns häufig, welcher Kaffee bei empfindlichen Magen sinnvoll ist und ob wir säurearme Bohnen haben.
Aus vielen Jahren Erfahrung mit earlybird coffee und unseren Kund:innen haben wir dir im Folgenden unsere Tipps zusammengefasst, wie du deinen Kaffee vielleicht schon bald wieder entspannter genießen kannst.
#1 Kaffee in Maßen und genussvoll trinken
Wie du dir vielleicht schon denken kannst, ist ein wichtiger Aspekt die Menge an Kaffee. Doch wie viel Kaffee am Tag sind in Ordnung?
Als Richtwert gelten laut BfR bis zu 400mg Koffein am Tag für gesunde Erwachsene, einzelne Portionen bis 200 mg. Eine Tasse Filterkaffee (200ml) hat etwa 90mg, ein Espresso (60ml) etwa 80mg. Wie viel für dich passt, ist individuell: Wer empfindlich reagiert, liegt vielleicht darunter.
Idealerweise trinkst du deinen Kaffee nach dem Essen. Das kann auch nur ein kleiner Snack sein. Probiere aus, was sich für dich gut anfühlt :-)

#2 Kaffee-Qualität
Die wenigsten wissen eigentlich, wie Kaffee hergestellt wird und wo Qualitätsunterschiede genau herkommen. Die Art des Rohkaffees und die Röstung haben dabei einen großen Einfluss auf den Kaffee.
Für uns heißt Qualität, dass all unsere Bio Kaffees sorgfältig ausgewählt und bio-zertifiziert (DE-ÖKO-006) sind. Die Röstung der Bohnen erfolgt schonend im traditionellen Langzeit-Trommelröstverfahren.
Das heißt, dass wir bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur von 170 bis 210° Celsius die Kaffeebohnen langsam und schonend etwa 16 bis 22 Minuten rösten. Durch die lange Röstzeit werden Säuren nach und nach abgebaut und Bitterstoffe kontrolliert eingebunden. Gleichzeitig haben Aromen ausreichend Zeit, sich zu entfalten. Das Ergebnis ist ein aromatischer Kaffee, der wenig bitter schmeckt.
#3 Röstgrad
Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass Kaffeebohnen unterschiedliche Farben haben. Manche sind sehr dunkel, fast schwarz, andere sind eher hellbraun (bei gemahlenen Kaffee ist das leider nicht so einfach zu sehen).
Je kürzer und damit je heller ein Kaffee geröstet wird, desto fruchtiger und säurebetonter ist dieser. Ein länger gerösteter Kaffee wird hingegen nicht nur dunkler in der Farbe. Röstnoten kommen mehr zum Vorschein und Säuren werden weiter abgebaut.
Ein eher dunkel gerösteter Kaffee ist bei uns der Bio Espresso.
Mehr Infos findest du in unserem Blog-Beitrag über säurearmen Kaffee.
#4 Zubereitungsart
Kaffee enthält zwei fettähnliche Stoffe, Cafestol und Kahweol, die den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen können.
Und wusstest du schon? Kaffee zubereitet mit Filterpapier, also klassisch in der Filterkaffeemaschine, mit Handfilter oder auch in Chemex und Aeropress, werden darüber hinaus auch Bitterstoffe herausgefiltert.
Bei ungefiltertem Kaffee bleiben diese Stoffe dagegen eher in der Tasse, etwa bei türkischem Kaffee, Espresso aus der Siebträgermaschine oder Kaffee aus der French Press. Vieltrinkern und Menschen mit erhöhtem Cholesterin wird deshalb Filterkaffee mit Papierfilter empfohlen.
Auch die Brühzeit bzw. die Kontaktzeit mit dem Wasser spielt eine Rolle. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Brühzeit, desto milder fällt die Tasse oft aus. Die in der Kaffeebohne enthaltenen Bitterstoffe, Säuren sowie das Koffein sind wasserlöslich. Durch eine möglichst kurze Brühzeit kommt das Kaffeemehl nur kurz in Berührung mit dem Wasser. Dadurch werden vor allem die Aromastoffe gelöst und weniger die Säuren und Bitterstoffe.
Als die Zubereitungen mit der geringsten Kontaktzeit mit Wasser gelten die Siebträgermaschine und die Aeropress. Beide lösen mittels Druck die Inhaltsstoffe der Kaffeebohnen.
Zusammengefasst: Kaffees unterscheiden sich nach Röstgrad und Zubereitungsart – probiere gern einfach aus, welcher Kaffee zu dir passt.
#5 Welcher Kaffee bei Histamintoleranz?
Bei Verdacht auf eine Histaminintoleranz gehört die Abklärung in ärztliche Hände (siehe oben). Manche Betroffene probieren in der Zwischenzeit entkoffeinierten Kaffee aus, andere einen Espresso, der pro Tasse mit etwa 80 mg etwas weniger Koffein enthält als Filterkaffee mit etwa 90 mg.
#6 Die Wahl des richtigen entkoffeinierten Kaffees
Viele vermuten im ersten Schritt, dass das Koffein für eine Art von Kaffee Unverträglichkeit verantwortlich ist. Was die meisten nicht wissen, ist, dass es auch bei entkoffeiniertem Kaffee deutliche Unterschiede gibt.
Grundsätzlich gibt es keinen natürlich wachsenden Kaffee ohne Koffein. Das Koffein muss immer in einem zusätzlichen Schritt entzogen werden. Dafür stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, die wir in unserem Blog-Beitrag über entkoffeinierten Kaffee näher beleuchtet haben, wenn du es genauer wissen möchtest.
Das Wichtigste für dich: Wir empfehlen dir einen entkoffeinierten Kaffee zu probieren, der schonend im CO₂-Verfahren entkoffeiniert wurde. Dabei bleiben die Aromen weitgehend erhalten. Unser entkoffeinierter Kaffee ist genau ein solcher Kaffee, probier es gerne mal aus!
Psst: wir haben auch Bio Decaf Kaffeekapseln im digitalen Kaffeeregal, wenn du gerne deinen Kaffee auf Knopfdruck trinkst. Die Kapseln sind nicht nur aromatisch und lecker. Sie sind auch ganz ohne Aluminium, dafür aus 100% Pflanzenfasern und heimkompostierbar (TÜV Austria zertifiziert).
Wie kann man sich auf Kaffeeunverträglichkeit testen?
Denkst du, dass du eine Kaffeeunverträglichkeit oder Überempfindlichkeit haben könntest, möchtest aber eigentlich nicht auf deine tägliche Tasse Kaffee verzichten? Dann lohnt es sich, das abklären zu lassen. So findest du heraus, ob tatsächlich der Kaffeegenuss für Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen oder Zittern verantwortlich ist.
Eine sichere Diagnose kann nur ein Arzt oder eine Ärztin stellen, zum Beispiel in der Allergologie. Je nach Verdacht kommen Haut- oder Bluttests auf Allergien infrage, bei Unverträglichkeiten oft Phasen mit Verzicht und schrittweiser Wiedereinführung. Von Heimtests solltest du nicht zu viel erwarten: Laut PTAheute (2026) sind Selbsttests, vor allem auf IgG-Antikörper, nicht geeignet, Allergien oder Intoleranzen sicher zu diagnostizieren, weil sie nur zeigen, dass ein Lebensmittel gegessen wurde.
Jeder Körper ist individuell und kann anders reagieren. Viele verschiedene Faktoren können die Ursache für eine Kaffee Unverträglichkeit sein. Daher ist es möglich, dass du durch das Verwenden von verschiedenen Kaffeesorten oder Zubereitungsarten bereits eine Variante findest, die du regelmäßig trinken kannst.
Auch was Kaffee in der Schwangerschaft oder Kaffee beim Stillen angeht, gibt es interessante Erkenntnisse, die dich interessieren könnten.
Fazit: Kaffee neu entdecken
Eine Kaffeeunverträglichkeit muss nicht das Ende der Kaffeeliebe sein. Oft lohnt es sich, an den kleinen Stellschrauben zu drehen: Menge, Zeitpunkt, Röstung und Zubereitung. Und falls Koffein der Knackpunkt ist, gibt es leckere Alternativen. Beobachte in Ruhe, was für dich passt, und lass anhaltende Beschwerden ärztlich abklären.
Noch nicht sicher, welcher Kaffee zu dir passt? Mit dem Probierset lernst du unsere Sorten einfach kennen. Und abends noch Lust auf Kaffee? Unseren entkoffeinierten Bio Kaffee gibt es als Bohnen, gemahlen oder in der Kapsel.
Häufige Fragen zur Kaffeeunverträglichkeit
Woran erkenne ich eine Kaffeeunverträglichkeit?
Typisch sind Beschwerden wie Magenbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit, Herzrasen oder Kopfschmerzen, die meist zeitnah nach dem Kaffee auftreten. Ob wirklich eine Unverträglichkeit dahintersteckt, lässt sich nur ärztlich klären. Ein Beschwerdetagebuch mit Menge, Uhrzeit und Zubereitung kann dabei helfen.
Was ist der Unterschied zwischen Kaffeeunverträglichkeit und Kaffeeallergie?
Bei einer Unverträglichkeit können bestimmte Inhaltsstoffe nicht korrekt verarbeitet werden. Eine Allergie wird dagegen durch eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst. Eine Kaffee- oder Koffeinallergie ist eher selten.
Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?
Kaffee kann die Wasserausscheidung leicht fördern, bei moderatem Konsum spielt das laut Studienlage für den Flüssigkeitshaushalt aber keine Rolle. In einer Crossover-Studie (Killer et al., 2014) zeigte sich bei 50 Männern kein relevanter Unterschied zwischen Kaffee und Wasser. Trotzdem gilt: insgesamt ausreichend trinken, nicht nur Kaffee.
Wie viel Kaffee am Tag ist in Ordnung?
Laut BfR gelten bis zu 400mg Koffein am Tag für gesunde Erwachsene als unbedenklich, einzelne Portionen bis 200 mg. Eine Tasse Filterkaffee (200ml) enthält etwa 90mg, ein Espresso (60ml) etwa 80mg. Für Schwangere und Stillende nennt das BfR eine Obergrenze von 200mg pro Tag.
Kann ich Kaffee auf nüchternen Magen trinken?
Bei manchen Menschen führt Kaffee auf nüchternen Magen zu Bauchschmerzen oder Übelkeit. Wer das kennt, trinkt Kaffee lieber nach einem kleinen Frühstück.
Welcher Kaffee ist bei empfindlichem Magen geeignet?
Das ist individuell. Länger geröstete Kaffees enthalten laut Apotheken Umschau weniger Chlorogensäure, und Milch kann die Chlorogensäure binden. Es lohnt sich, Röstgrad und Zubereitung auszuprobieren. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zu säurearmem Kaffee.
Ist entkoffeinierter Kaffee bei Kaffeeunverträglichkeit eine Alternative?
Wenn Koffein der Auslöser ist, kann entkoffeinierter Kaffee eine Alternative sein. Treten die Beschwerden auch ohne Koffein auf, können andere Inhaltsstoffe oder die Zubereitung eine Rolle spielen.
Quellen
Wir haben für diesen Beitrag recherchiert und verlinken unsere Quellen, damit du selbst nachlesen kannst.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Koffein und koffeinhaltigen Lebensmitteln
- Apotheken Umschau: Warum Kaffee für die meisten Menschen gesünder ist als gedacht (aktualisiert 2026)
- Apotheken Umschau: Sodbrennen, Lebensstil und was Sie selbst tun können
- Apotheken Umschau: Histaminintoleranz, Ursachen, Symptome, Diagnose
- Apotheken Umschau: Mir hilft Kaffee bei Verstopfung, aber ist das gesund? (2025)
- aponet.de: Kaffee kann Cholesterin erhöhen, die Zubereitung entscheidet (2026)
- Mostofsky et al. (2019): Coffee/caffeinated beverages and migraine, The American Journal of Medicine
- Killer, Blannin & Jeukendrup (2014): No evidence of dehydration with moderate daily coffee intake, PLoS ONE
- PTAheute 5/2026: Selbsttests, was vertrage ich überhaupt?
- Weiterführend: Bas Kast, „Der Ernährungskompass“
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Lies gern auch diesen Beitrag:
Liebe Katharina,
in unserem Beitrag findest du einige Informationen was bei einer Kaffeeunverträglichkeit in Frage kommen könnte. Natürlich ist hier jede und jeder Kosument:in dazu angehalten auf sich selbst zu achten und Warnsignale des Körpers zu beachten.
Bei deinem nächsten Arztbesuch kannst du nachfragen, ob er die Möglichkeit hat, einen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest durchzuführen, um sicherzustellen, dass eine Kaffeeunverträglichkeit vorliegt.
Viele Grüße,
Karina von earlybird coffee
Hallo, ich glaube, dass ich eine Kaffeeunverträglichkeit habe. Nach ☕️ bekomme ich Magenschmerzen. Auch bei koffeinfreiem Kaffee. Möchte trotzdem 1 Tasse trinken Vg Katharina
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