Kaffeesatz als Dünger

Kaffeesatz als Dünger » Das bringt´s wirklich [inkls. Video]

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Autor*in
Lisa Eppelmann
Expertin für Kaffeefragen
Liebt Kaffee in Kombination mit beerigen Frühstücks-Bowls oder einem Stück selbst gebackenen Kuchen.
Inhalt
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    Kaffeesatz ist nicht einfach nur Abfall, der bei deiner täglichen Kaffeeroutine entsteht. Er kann noch vielmehr und wird ganz schnell zum praktischen Alltagshelfer.

    Wie zum Beispiel im Garten. Vielleicht hast du das ja schonmal bei Oma gehört: Getrockneter Kaffeesatz ist ein optimaler Dünger für einige Pflanzen in deinem Garten.

    Damit das aber auch klappt, gibt es einiges zu beachten. Kann ich überhaupt alle meine Pflanzen mit meinem Kaffeesatz düngen? Wie oft sollte ich das Ganze tun und wieviel ist überhaupt die richtige Menge? Und vor allem, was genau macht den Kaffeesatz so wertvoll für meine Pflanzen?

    Das alles beantworten wir dir, damit du deinen grünen Daumen mit viel Kaffeewissen erweitern kannst.

    Für welche Pflanzen kann Kaffeesatz als Dünger überhaupt eingesetzt werden?

    Auch wenn oft die Rede von Kaffeesatz als Dünger ist, fragst du dich wahrscheinlich, ob du den natürlichen Pflanzenhelfer überhaupt für alles benutzen kannst, was im Garten grünt. Es gibt einige Pflanzen, die ganz besonders von deinem Kaffeesatz profitieren.

    Gut zu wissen: Du hast, unabhängig von dem Pflanzentyp, dem du etwas Gutes tun möchtest, zwei Möglichkeiten, den Kaffeesatz zu nutzen: Entweder kommt er direkt in die Erde oder du mischst ihn in das Gießwasser. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

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    Kaffeesatz als Dünger für Blumen

    Kaffeesatz als Dünger für Lavendel

    Lavendel ist einer der wahrscheinlich beliebtesten Farbtupfer im heimischen Garten. Damit er dir lange Freude bringt, kannst du ihn ganz einfach mit Hausmitteln pflegen: zum Beispiel mit Kaffeesatz.

    Lange hielt sich die Meinung, dass Kaffeesatz nicht für das Düngen von Lavendel geeignet ist. Dieser ist nämlich sehr säurehaltig und Lavendel ist keine säureliebende Pflanze.

    Inzwischen sind aber viele Pflanzprofis anderer Meinung. Kontrollierte Mengen des natürlichen Düngers helfen dank der enthaltenen Nährstoffe der Pflanze optimal beim Wachsen.

    Lesetipp:

    Kaffeesatz im Alltag anwenden

    Peeling mit Kaffeesatz

    Kaffeesatz für Haare

    Eins gibt es allerdings dabei zu beachten. Die einzige Zeit im Jahr, in der du deinen Lavendel düngen solltest, ist im Frühjahr. Genauer gesagt: Anfang März oder April. Denn dann beginnt die Vegetationsperiode und der Lavendel wächst und wächst.

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    Orchideen mit Kaffee zum Blühen bringen

    Orchideen sind wunderschöne Zimmerpflanzen und zieren viele Eigenheime. Auch für sie empfiehlt sich ab und zu ein wenig Kaffeesatz in die Hand zu nehmen und die Blumen zu düngen.

    Da Orchideen aber meist unterschiedlich empfindlich auf äußere Einflüsse reagieren, empfehlen wir dir, das Ganze erstmal vorsichtig auszuprobieren.

    Beginne mit einer kleinen Menge, die du auf die Erde aufträgst und anschließend mit Wasser begießt. Beobachte deine Orchidee daraufhin ganz genau. Siehst du negative Auswirkungen solltest du nicht weiter mit Kaffeesatz düngen. Fühlt sich deine Pflanze aber damit wohl, dann kannst du sie regelmäßig mit dem natürlichen Düngemittel pflegen.

    Leseempfehlung: Mit Kaffeesatz reinigen

    Kaffeesatz als Dünger für Rosen

    Weiter geht es mit genau so schönen Blumen: den Rosen! Auch sie freuen sich über eine Behandlung mit Kaffeesatz. Denn dieser schenkt den Rosen einige wichtige Nährstoffe.

    Jedoch solltest du beachten, dass Rosen sehr anspruchsvoll sind und deshalb einiges an Pflege in Sachen Nährstoffe und Mineralien benötigen. Deshalb ist Kaffeesatz für sie eher eine Ergänzung zu richtigem Dünger als eine alleinige Alternative.

    Trotzdem hier unser Tipp: Jeden Monat bis etwa Ende Juni eine halbe Tasse Kaffeesatz zum Düngen nutzen. Hier bietet es sich an, den natürlichen Helfer direkt auf die Blumenerde aufzutragen.

    Kaffeesatz als Dünger für Gemüse

    Mit den Resten vom Kaffeebrühen lassen sich auch Gemüse- und einige Obstpflanzen im Garten unterstützen. Insbesondere der enthaltene Phosphor unterstützt die Blüten- und schließlich die Fruchtbildung.

    Gerade für Tomatenpflanzen wird oft unterstützend mit Kaffeesatz gedüngt. Beachte jedoch, dass gerade Tomaten und auch die meisten anderen Gemüsepflanzen einiges an Nährstoffen benötigen. Deshalb sollte nicht ausschließlich Kaffeesatz zum Düngen genutzt werden, sondern lieber eine Kombination aus richtigen Düngemitteln und natürlichem Unterstützer.

    So stehen die Chancen einfach am besten, dass die Tomaten, Zucchinis oder Gurken am Ende die leckersten Früchte tragen.

    Kaffeesatz gegen Augenringe? Na klar. Lies dazu den folgenden Artikel

    Kaffeesatz Dünger Obst und Gemüse

    Kaffeesatz als Rasendünger

    Kaffeesatz ist ja fast schon ein richtiger Allrounder für den Garten. Denn jetzt kommt er auch noch auf dem Rasen zum Einsatz. Und das nicht nur, um das Wachstum anzuregen.

    Im Frühjahr, Sommer und Herbst kannst du deinen Rasen mit Kaffeesatz pflegen. Dafür nimmst du am besten immer etwa 50 g pro Quadratmeter Rasen und verteilst ihn großflächig überall auf der Rasenfläche. Danach noch ordentlich bewässern und der Kaffeesatz wirkt seine Wunder.

    Die Nährstoffe sorgen für ein schnelles, ausgewogenes Wachstum, sodass dein Rasen schön voll und grün aussieht. Gleichzeitig hilft Kaffeesatz dabei, das Moos zwischen den Halmen zu bekämpfen. Und das langfristig. Denn der Kaffeesatz gibt erst nach und nach seine Mineralien ab. Deswegen reicht es eben auch, den Kaffeesatz nur dreimal pro Jahr zu verteilen.

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    Welche Pflanzen vertragen kein Kaffeesatz?

    Eigentlich enthält Kaffeesatz Nährstoffe, auf die die meisten Pflanzen angewiesen sind. Allerdings ist es wichtig, den hohen Säuregehalt des natürlichen Düngers nicht außer Acht zu lassen. Das ist etwas, dass nicht jede Pflanze gebrauchen kann.

    Dementsprechend solltest du deinen Kaffeesatz nicht für Pflanzen verwenden, die eher auf basische oder kalkhaltige Böden angewiesen sind. Ihnen würde der hohe Säuregehalt, der mit der Zeit durch den Kaffeesatz auf den Boden übertragen wird, nicht gefallen.

    Beispiele für eben solche Pflanzen sind

    • Apfelbaum,
    • Pfirsichbäume,
    • Sommerflieder,
    • Tulpen,
    • Narzissen
    und noch viele weitere.


    Gut zu wissen: sei gerade bei Pflanzen mit Zwiebeln eher vorsichtig.

    Wie oft sollte man Kaffeesatz als Dünger verwenden?

    Tatsächlich gibt es dafür keine generelle Antwort. Das kommt ganz auf die Pflanze an, die du gerade düngen möchtest. Jede Art hat ihre eigenen Ansprüche und Zeiten, in denen sie gedüngt werden darf.

    Am besten ist es daher sich immer explizit zu der Pflanze zu informieren, bevor du überhaupt mit dem Kaffeesatz startest. Viele Gartenpflanzen benötigen beispielsweise nur im Frühjahr Dünger und dafür aber tagtäglich eine gewisse Menge.

    Andere Arten hingegen brauchen die Nährstoffe über das ganze Jahr verteilt, dafür aber nur alle paar Wochen. Weiter oben haben wir dir ja auch schon beschrieben, dass Rasen zum Beispiel in jeder Jahreszeit einmal mit Kaffeesatz bearbeitet werden möchte.

    Also: Bitte informiere dich über deine Pflanzen und finde heraus, wie oft sie gedüngt werden sollten, bevor du einfach loslegst.

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    Wie viel Kaffeesatz sollte man als Dünger verwenden?

    Hier ist es ähnlich dem „wie oft“: Es kommt auf die Pflanze an. Nicht jedes Gewächs braucht die gleiche Menge an Nährstoffen oder verträgt die Säure des Kaffeesatzes im gleichen Maße wie die anderen.

    Also gilt auch hier: Nicht einfach eine beliebige Menge Kaffeesatz nutzen, sondern vorher nachlesen, was dein grüner Begleiter wirklich braucht.

    Warum tut der Kaffeesatz den Pflanzen so gut?

    Kaffeesatz als Dünger für deine Pflanzen ist ein altbewährtes Hausmittel. Aber weißt du, was genau ihn so optimal für die Gartenpflege macht?

    Generell gilt: Kaffeesatz enthält viele Nährstoffe, die Pflanzen gut gebrauchen können.

    Das sind unter anderem

    • Phosphor,
    • Stickstoff,
    • Kalium
    • und Schwefel.
    Diese Mineralstoffe sorgen für eine Anregung des Wachstums, eine ausgeprägte Entwicklung von Blüten und Früchten und ganz einfach für eine optimale Grundversorgung der Pflanze.


    Gleichzeitig hilft Kaffeesatz auch, dank seines hohen Säuregehalts, Schädlinge aller Art abzuwehren. Ob Tiere, Insekten oder lästiges Unkraut; sie alle fühlen sich damit gar nicht wohl. Das ist nur gut für deine Pflanzen.

    Die Säure schlägt sich in seinem pH-Wert nieder, der bei etwa 6,5 bis 6,8 liegt. Das erfreut viele Pflanzen, denn sie brauchen genau diesen sauren Boden, um sich entwickeln zu können.

    Kaffeesatz ist also ein Rundum-Sorglos-Paket für viele deiner heimischen Pflanzen. Ein Nährstofflieferant mit dem richtigen pH-Wert, der auch noch Schädlinge abwehrt.

    Kaffeesatz wehr Schädlinge ab

    Kaffeesatz als Dünger für Zimmerpflanzen - was gibt es zu beachten?

    Wir haben jetzt ganz schön viel von Gartenpflanzen geredet. Das heißt aber keineswegs, dass du den Kaffeesatz nicht auch für Zimmerpflanzen nutzen kannst. Mit der Orchidee am Anfang des Blog-Artikels haben wir dir da zumindest schon eine etwas näher erklärt.

    Grundsätzlich raten wir dir, hier etwas vorsichtiger zu sein und dich gut zu belesen. Dadurch, dass Zimmerpflanzen eine viel kleinere Menge an Erde oder Substrat zur Verfügung haben, wird diese durch den pH-Wert des Kaffeesatzes schneller saurer. Das mögen nicht alle Blumen.

    Auch ist es wichtig, dass du hier etwas mehr darauf Acht gibst, dass kein Schimmel entsteht. Da die Auflagefläche für den Kaffeesatz kleiner ist, besteht hier ein höheres Risiko für die Schimmelbildung.

    Trotzdem eignet sich dein Kaffeesatz genauso gut für deine Zimmerpflanzen wie für deinen Garten. Mit ein bisschen Übung ist das auch schnell kein Problem mehr, alles richtig zu machen.

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    Fazit

    Oma hatte wohl recht: Kaffeesatz ist einfach der optimale Helfer für deinen grünen Daumen und lässt deine Blumen bald schon schöner denn je blühen.

    Du bist also nicht der oder die einzige Kaffeeliebhaber:in bei dir zuhause. Auch deine Pflanzen möchten auf ihn einfach nicht verzichten.

    Wie wär’s also, wenn du gleich die Sommersonne nutzt und deinem Kaffeesatz ein zweites Leben in den heimischen Blumentöpfen und Gartenbeeten schenkst?


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