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Kaffee und Milch - die perfekte Kombination

Kaffee und Milch perfekte Kombination earlybird Titelbild

Milch ist die wohl perfekte Ergänzung zu Kaffee, besonders seit Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Lattee Macchiato ihren Siegeszug begonnen haben. Was finden wir so toll an Milch im Kaffee, und wie produziert man richtig guten Milchschaum?

Milch im Kaffee

Milch ist vermutlich noch vor Zucker die am häufigsten genutzte Beigabe zu Kaffee. Wir raten zwar explizit dazu, Kaffee ohne Milch und Zucker zu trinken: Nur so lassen sich Kaffees vergleichen und Aromen und Eigenschaften des Kaffees gut herausschmecken. Dennoch lieben auch wir unseren Kaffee mit Milch: Die Milch macht den Kaffee voller und cremiger und lässt uns den Kaffee intensiver wahrnehmen. Der Grund ist vor allem das enthaltene Fett, das als Geschmacksträger das Mundgefühl des gesamten Getränks positiv beinflusst. Dieses Prinzip wird besonders von "Kaffeeweisser" oder "Kaffeesahne" genutzt, falls ihr euch noch an diese Relikte aus den 90ern erinnern könnt. Zum anderen kann Milch den ein oder anderen Fehler bei der Zubereitung und mangelhafter Kaffeequalität ausbügeln und ist daher bei einigen von euch der Hauptgrund, Milch und Zucker in den Kaffee zu geben.

Welche Milch sollte ich kaufen?

Wer kann, sollte natürlich frische Milch vom Bauern oder aus dem Hofladen immer der aufbereiteten und abgepackten Milch aus dem Supermarkt vorziehen. Passt allerdings mit Frischmilch auf, falls ihr einer Risikogruppe (Kleinkind, schwanger, andersweitige Erkrankungen) angehört. Milch aus dem Supermarkt ist eigentlich immer besonders aufbereitet, um sie haltbar zu machen. Zum einen wird die Milch pasteurisiert, was bedeutet, dass die Milch vor der Verpackung auf um die 70 Grad Celsius erhitzt wird und einige Minuten bei dieser Temperatur gehalten wird. Hierdurch sterben die enthaltenen Bakterien größtenteils ab und können später kein Unheil mehr anrichten. Zum zweiten wird Milch häufig auch homogenisiert. Homogenisierung bedeutet, dass der Milch sämtliches Wasser entzogen wird, so dass lediglich Pulver (die Festbestandteile der Milch) ürbig bleibt. Dieses Pulver wird vermischt und danach wieder mit der gleichen Menge Wasser versetzt. Somit wird die Milch "homogen" gemacht und schmeckt immer vergleichsweise gleich. Wie oben schon erwähnt, macht besonders der Fettgehalt einen Großteil des Geschmacks aus. Wir empfehlen daher, Frischmilch mit 3,5 oder 3,8 Prozent Fett zu wählen. Achtet möglichst darauf, bio-zertifizierte oder regionale Milch zu wählen. Die Bauern, die einen vernünftigen Preis pro Liter Milch erhalten, werden es euch danken.

Wie macht man richtigen Milchschaum?

Getränke wie ein Cappuccino oder ein Latte Macchiato bestehen zu einem Großteil aus Milch, und zwar nicht aus einfach nur erhitzter Milch, sondern geschäumter Milch. Dieses Aufschäumen der Milch ist ein komplexer Prozess und überhaupt nicht simpel. Vorneweg: Vollautomaten oder elektrische Milchschäumer schäumen auch Milch auf, irgendwie. Mit einer korrekt zubereiteten Milch hat das aber wenig zu tun, wie ihr in einem Vergleich leicht feststellen könnt. Korrekt geschäumte Milch ist eigentlich kein Schaum, sondern eher eine Creme. Der Ausdruck hierfür ist "Mikroschaum". Dieser lässt sich nur mit einer Siebträgermaschine mit entsprechender Dampffunktion und viel Übung herstellen. Um Mikroschaum herzustellen, wird kühlschrankkalte Frischmilch mit hohem Proteingehalt in ein geeignetes Kännchen gegeben. In einer ersten Phase ("Ziehphase")wird mit Hilfe der Dampfdüse der Siebträgermaschine Luft zugeführt. In einer zweiten Phase ("Rollphase") wird diese zugeführte Milch verwirbelt und die Luftbläschen in der Milch immer kleiner und feiner. Während dieses Prozesses ist es sehr wichtig, auf die Temperatur zu achten, die stetig steigt. Die Milch sollte nicht heißer werden als ca. 60 Grad Celsius, da darüber das Milcheiweiß zu flocken beginnt und die Milch bitter wird. Bei um die 60 Grad ist der Milchschaum angenehm süß und cremig.

Latte Art - die Kunst, Milch einzugießen

Ihr habt es vermutlich auch schon gesehen: Euer Cappuccino war verziert mit einem Herz oder einer Blume oder einem Bäumchen. Diese Methode, Milch in eine Tasse einzugießen, wird auch Latte Art genannt. Es gibt zwei wichtige Voraussetzungen, damit dieses Kunststück gelingen kann: Klar, Kaffee, meist ein Espresso für einen Cappuccino. Und zum zweiten der Mikroschaum wie oben beschrieben. Ohne Mikroschaum funktioniert auch keine Latte Art. Nachdem der Espresso in der Tasse ist und die Milch korrekt geschäumt wurde, folgen zwei Phasen des Eingießens: Erst wird langsam aus etwas erhöhter Position Milch in die Tasse gegossen und die Crema des Espresso gleichmäßig verteilt. Man könnte auch sagen, man erstellt eine "Zeichenfläche". Im zweiten Schritt wird das Milchkännchen näher an die Tasse herangeführt. Der Schaum der Milch setzt sich dann eher auf der Crema ab, anstatt dass die Milch unter die Crema sinkt. In dieser Phase können durch das Hin- und Herbewegen des Milchkännchens einfache bis komplizierte Fuguren gegossen werden. Bei dieser Kunst heisst es: Übung macht den Meister! So mancher Barista musste erst einige hundert Liter Milch verarbeiten, bis die Latte Art vernünftig gelang. Aber toll sieht es auf jeden Fall aus!

Latte Art Milch in Kaffee earlybird coffee

Wir wünschen euch viel Spaß mit eurem nächsten Milchgetränk, lasst es euch schmecken!

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