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Arabica: Die Geschichte einer hochwertigen Kaffeebohne

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Aromatisch. Mild. Harmonisch. So wird nichts geringeres als die Kaffeart Coffea Arabica beschrieben. Kaffeeliebhaber:innen erkennen die verschiedensten Noten: von nussig über beerig bis blumig. Der Geschmack ist sehr vielfältig, der Kaffee hochwertig. Auch wir schmecken bei jedem Schluck hinein und lieben es herauszufinden, welche Note wir zuerst erkennen.

Inhaltsverzeichnis

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Doch es gibt noch mehr: Die zweite neben der Arabica sehr bekannte Kaffeart Coffea Canephora, welche umgangssprachlich auch Robusta Kaffee genannt wird, ist hingegen eher kräftiger und etwas bitter. Wusstest du das schon? Eigentlich beschreibt die Robusta Bohne nur eine Unterart des Coffea Canephora, wird allerdings fälschlicherweise oft als Terminus für die ganze Kaffeeart verwendet. Weitere Kaffeearten neben Arabica und Robusta nehmen nicht einmal 1% des Marktes für sich ein.

Da stellt sich natürlich die Frage: Was hat es mit der hochwertigen Arabica Bohne auf sich, woher kommt sie und was macht genau sie so besonders? Wir verraten es dir.

Ursprung

Der Legende nach soll ein Hirte eine Ziege beobachtet haben, die die Blätter und Samen der Pflanze fraß. Daraufhin verhielt sich das Tier unruhig und blieb schlaflos. Nachdem der Hirte das den Mönchen im Ort mitgeteilt hatte, machten sie sich diese Eigenschaften der Arabica Kaffeepflanze zu Nutze. So konnten sie die nächtlichen Andachten besser durchstehen. Der Kaffee Arabica war geboren. Die Mönche hielten jede noch so lange Andacht problemlos durch. Genau das macht Kaffee auch heute noch so beliebt, nicht nur dann, wenn es mal wieder viel wird.

Wie alt ist Kaffee eigentlich? Und seit wann gibt es welchen? Das Alter von Coffea Canephora, also der Robusta Bohne, wird heutzutage auf ca. 100.000 Jahre geschätzt. Aus einer Kreuzung zwischen dieser und der Art Coffea Eugenioides entstand vor rund 10.000-15.000 Jahren als Hybrid der Coffea Arabica, also die Kaffeesorte Arabica. Die Herkunft der Kaffeebohne liegt im südwestlichen Äthiopien. Genau gesagt liegt der Kaffeebohnen-Ursprung in der Region Kaffa. Dort werden bis heute ausschließlich Arabica Kaffees mit verschiedensten Unterarten, Geschmacksrichtungen und Qualitäten angebaut. Was genau angebaut wird, hängt jeweils von der Region innerhalb des Landes ab, genauso wie von der Höhenlage und der Verarbeitung. Ob der Kaffee also blumiger oder kräftiger schmeckt, hat nicht nur was mit seiner Röstung zu tun, sondern durchaus mit seinem Anbau.

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Woher kommt der Name Arabica?

Wahrscheinlich hast du es bereits erahnt: Den Namen verdankt der Arabica Kaffee seiner Herkunft. Genauer gesagt seines Ursprungs in Äthiopien, was östlich in Afrika und daher sehr nah an der arabischen Halbinsel liegt. Da der Kaffee hauptsächlich von dort, aber unter anderem auch aus Jemen und dem Sudan kommt, erhielt er den Namen Arabica. Das bedeutet so viel wie „aus Arabien stammend“. Manchmal wird er übrigens auch „Java-Bohne“ oder „Hochlandkaffee“ genannt.

Woran erkannt man die Arabica Bohne?

In der Werbung hast du sicherlich schon oft Kaffeebohnen gesehen. Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, welche Bohne du da siehst? Kennst du den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Kaffeebohnen? Tatsächlich lassen sich Arabica Bohnen relativ leicht erkennen. In der Regel ist die Rohkaffeebohne grünlich. Im Gegensatz zur Robusta Bohne, die eine rundliche bis ovale Form mit einer geraden Naht in der Mitte hat, ist die Bohne der Kaffeesorte Arabica größer, flacher und oval. Und nicht nur das: sie hat statt einem geraden einen geschwungenen Einschnitt in Form eines „S“.

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Wo wird die Arabica Bohne angebaut?

Jeden Morgen trinken Millionen von Menschen frischen Kaffee, sei es am Küchentisch zu Hause oder To Go auf dem Weg zur Arbeit. Kaffee ist dabei weit mehr als nur ein Getränk. Er ist der beliebteste Wachmacher und Meeting-Begleiter. Ein Tag ohne Kaffee? Für uns earlybirds und viele andere undenkbar. Das Glücksgefühl steigt quasi synchron mit dem Anlaufen der Kaffeemaschine.

Doch wie kommt er dahin? Wo wird Kaffee angebaut? Und was ist eigentlich die genaue Herkunft der Bohnen?

Alle Arabica Kaffeepflanzen werden im sogenannten Kaffeegürtel zwischen dem 23. Breitengrad nördlich und dem 25. Breitengrad südlich angebaut. Er gilt als das größte Kaffeebohnen-Anbaugebiet. Vor allem in Brasilien, Kolumbien und ihrer Heimat Äthiopien wird die Arabica Pflanze angebaut. Dort herrscht gemäßigtes Klima von 15 bis 20 Grad Celsius. Die Kaffeekirschen werden im Anbaugebiet, mit Ausnahme von Brasilien (dem größten Anbauland für Kaffee), von Hand geerntet, danach gewaschen und verarbeitet. Allein der Erntevorgang kann bis zu einem Monat dauern, je nach Reifeprozess. Das erklärt, was Arabica Kaffee so besonders macht. Interessiert dich wie Kaffee verarbeitet wird? In einem anderen Blog-Beitrag findest du noch weitere Infos zum Thema Kaffee ernten, verarbeiten und rösten.

Seit Langem macht die Arabica Bohne übrigens fast 70% des weltweiten Kaffee-Volumens aus.

Die größten Arabica Produzenten und Herkunftsländer weltweit sind in der Reihenfolge absteigend:

  • Brasilien
  • Kolumbien
  • Äthiopien
  • Honduras / Peru
  • Guatemala
  • Mexico
  • Nicaragua
  • El Salvador
  • Costa Rica


In anderen Ländern wie Indonesien, Vietnam, Indien oder Westafrika wird im Gegensatz zu ihr die Robusta Bohne angebaut, welche fast 30% des Marktes für sich in Anspruch nimmt.

Geschmack der Arabica Bohne

Der erste Schluck Kaffee am Morgen… belebend, energetisierend, wärmend. Doch was schmecken wir da eigentlich genau? Häufig beschreiben Kaffeetrinker:innen Coffea Arabica im Gegensatz zu anderen Kaffeearten als milder und süßer. Ist dir das vielleicht auch schon einmal aufgefallen?

Das liegt daran, dass Arabica Kaffee in der Regel weniger Säure und weniger Koffein enthält als beispielsweise Robusta Kaffee. Oftmals wird für den Arabica Kaffee hierzulande nämlich extra dunkel geröstet, damit die Fruchtnote dezenter wird und die Säure in den Hintergrund rückt.

Das Erkennungsmerkmal der Arabica Bohne neben dem edlen, feinen Geschmack ist außerdem die ausgeprägte Aromabildung. Ganz im Gegensatz zur Robusta Bohne. Sie gilt nämlich mit ihrer starken Note und erhöhtem Koffeingehalt als echter Wachmacher.

Der Geschmack selbst hängt stark von der Anbauregion und den dort herrschenden Eigenschaften ab. Die Intensität des Geschmacks hingegen wird stark vom Röstgrad bestimmt. Je heller die Röstbohne ist, desto fruchtiger schmeckt der Kaffee. Je dunkler geröstet wird, desto weniger fruchtig ist demnach der Geschmack. Wir rösten unseren earlybird Filterkaffee, ein 100% Arabica Kaffee mit Bohnen aus Indonesien, Mexiko und Äthiopien vergleichsweise kurz, damit er ein nussig-mildes Aroma entfaltet. 

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Nicht nur die Röstzeit ist ausschlaggebend. Um das Beste aus beiden Kaffeesorten zu vereinen – das Süße der Arabica Bohne und das Herbe der Robusta Bohne – wird oft ein „Blend“ erstellt. Also eine Kombination verschiedener Kaffeesorten, um das gewünschte Geschmacksprofil zu erhalten. Eine echte Abwechslung, die auch wir uns gern zunutze machen!

Um einen kräftigen und schokoladigen Kaffee mit einem würzig-fruchtigen Aroma zu kreieren, nehmen wir für unseren earlybird Vollautomat 25% Robusta Bohnen aus Indien (für die kräftige Basis) und 75% Arabica Bohnen aus Äthiopien und Mexiko (für ein würziges und fruchtiges Aroma) und rösten ihn im Vergleich zu unserem earlybird Filterkaffee etwas länger. Unserem earlybird Espresso gönnen wir die längste Röstzeit und den höchsten Robusta Anteil (30% Robusta, 70% Arabica), wodurch er seinen intensiven und kräftigen Geschmack entwickelt.

KAFFEES ENTDECKEN


Eigenschaften

Kaffee anbauen ist nicht ganz so einfach, wie man es sich vorstellen mag. Die Pflanze ist nämlich nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern mindestens genauso empfindlich. Unter optimalen Bedingungen wächst sie bis in eine Höhe von zwei bis fünf Metern. Neben einem gemäßigten Klima von 15-20 Grad Celsius, benötigt sie ebenfalls ein hohe Luftfeuchtigkeit. Daher eignet sich eine Anbauhöhe zwischen 800 und 1.200 Meter ü.NN., in Ausnahmefällen auf bis zu 2.500 Meter ü.NN. Deshalb wird sie – logischerweise – manchmal auch Hochlandkaffee, Bergkaffee oder Javakaffee genannt.

Direktes Sonnenlicht vertragen Arabica Arten nicht oder nur schlecht. Im Optimalfall haben sie ausreichend Schatten zur Verfügung. Mittlerweile gibt es zwar immer mehr Varietäten, die mit direkter Sonneneinstrahlung umgehen können, doch nach wie vor ist es nicht bevorzugt.

Außerdem ist die Arabica Kaffeepflanze sehr anfällig für Schädlinge und leidet aufgrund zu hoher Temperaturen häufig unter dem sogenannten Kaffeerost. Auch unter Extrembedingungen wie Dürre oder Frost leidet sie sehr schnell im Gegensatz zur Robusta Bohne, bei welcher der Name alle Ehre macht. Letztere ist weniger empfindlich, wächst auch bereits in niedrigen Lagen, bei größerer Hitze und ist sogar ertragreicher. Eine gesunde Arabica Pflanze hingegen produziert pro Saison gerade einmal zwischen ein bis fünf Kilogramm Kaffeekirschen.

Im Durchschnitt beträgt die Reifezeit neun Monate. Außerdem beinhaltet die Arabica Bohne weniger Chlorogensäuren als die Robusta Bohne. Zwar können sie bei schonender Röstung minimiert werden, nichtsdestotrotz gelten sie als harntreibend und schlagen manch Kaffeetrinker:in auf den Magen.

Zuckergehalt

Manche mögen es süßer, manche eher bitter. Genauso ist es bei Kaffee und deshalb gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen. Für jede:n ist etwas dabei, je nachdem wo die Bohne wächst und wie hoch ihr Zuckergehalt ist. Die Kaffeekirschen entwickeln sich je nach Anbaugebiet unterschiedlich. Das ist auch gut so, denn dadurch variiert der Anteil des Zuckers. Arabica Bohnen haben in der Regel zwischen 6-9% und gelten deshalb als die süßere Bohne im Vergleich zur Robusta. Das macht den Geschmack der Arabica milder und teils auch fruchtiger. In Äthiopien geerntete Kaffeekirschen haben im Durchschnitt einen geringeren Zuckeranteil von 6,3%, während solche aus Mexiko bei bis zu 9,6% liegen. Das macht den Kaffee aus dem „Mutterland des Kaffees“ etwas herber, den aus Mexiko eher feiner bis hin zu nussig-schokoladig.

Ölgehalt

Zu fast einem Fünftel besteht die Arabica Bohne aus Öl. Der Gehalt beläuft sich genauer gesagt auf 15-18%. Dieser sorgt wiederum für die glatte und geschmeidige Textur. Da der Ölgehalt bei der Robusta Bohne hingegen niedriger ist, ermöglicht er die geliebte Crema im italienischen Espresso. Die ist aber auch lecker! 

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Koffeingehalt

Während Arabica Kaffee etwas sanfter und blumiger schmeckt, sind die Robusta Bohnen kräftiger. Doch nicht nur darin bestehen Unterschiede zwischen diesen beiden Bohnensorten. Auch der Koffeingehalt variiert stark. Während Arabica Bohnen bei 1,1%-1,7% liegen, kommen Robusta Bohnen sogar auf 2%-4,5%.

Preis

Kaffee zählt weltweit zu den am meisten gehandelten Rohstoffen. Von billig bis teuer ist alles dabei. Der Preis wird großteils an den internationalen Rohstoffmärkten festgelegt. Wie anfangs bereits erwähnt, teilen sich unter den Kaffeesorten fast ausschließlich die beiden Sorten Arabica und Robusta den Markt. Das sind ebenfalls die zwei einzigen Kontrakte, die gehandelt werden. Es ist dabei unmöglich, individuellen Qualitätsabstufungen, Herkunftsländern und Sorten noch Raum zu lassen.

Das ist ausschlaggebend dafür, dass immer mehr Kaffeeproduzenten den direkten Weg bevorzugen – ohne Umweg über die Börse. Dadurch können unter anderem Anbaugebiete und Herkunftsländer berücksichtigt und somit die Qualität speziell gewählt werden. So mögen auch wir von earlybird coffee das. Denn es ist nicht nur so, dass Kaffee unser Leben ist. Sondern guter und nachhaltiger Kaffee!

Übrigens: Aufgrund seiner Eigenschaften und seines herausfordernden Anbaus gilt der Arabica Kaffee als qualitativ hochwertiger und ist daher teurer. Als Anbauland mit Wahlmöglichkeiten fällt die Entscheidung deshalb in der Regel auf Arabica.

Ihr seht also: viele Gründe sprechen dafür, einen frischen Arabica Kaffee zu probieren. Viel Spaß beim Genießen!

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