Espresso zu sauer

Espresso zu sauer - 7 hilfreiche Tipps & Tricks

Lesezeit ca. 8 mins
Autor*in
Lisa Eppelmann
Expertin für Kaffeefragen
Liebt Kaffee in Kombination mit beerigen Frühstücks-Bowls oder einem Stück selbst gebackenen Kuchen.
Inhalt
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    Espresso: Ein kleiner Schluck für dich, doch ein großes Erlebnis für deine Geschmackssinne. Siehst du das auch so wie wir?

    Kaum ein Kaffee ist so intensiv im Geschmack wie Espresso, bei dem alles sitzen muss. Im Lieblingscafé genießt du ihn, doch daheim bist du unzufrieden, denn dein Espresso schmeckt sauer?

    Natürlich ist die richtige Basis dafür wichtig. Die bekommst du direkt hier:

    Espresso zu sauer

    Doch das ist lange noch nicht alles. Wenn der Espresso zu sauer ist, liegt das an einem von 7 wichtigen Faktoren, die du – good news – selbst beeinflussen kannst, wie wir dir hier zeigen werden. Bist du bereit deine Barista-Skills zu optimieren? Na, dann legen wir los! :-)

    Häufigste Gründe für säurehaltigen Espresso

    Wer kennt es nicht? Noch schnell ein Espresso nach dem Mittagessen und weiter geht`s voller Elan. Unangenehm wird es allerdings dann, wenn er statt erfrischend sauer schmeckt.

    In der Regel liegt es an mindestens an einem dieser Gründe, die wir uns gemeinsam ansehen werden:

    1. Falscher Mahlgrad
    2. Falsche Kaffeemenge
    3. Zu helle Röstung
    4. Zu geringe Brühtemperatur
    5. Zu geringer Brühdruck
    6. Zu kurze Durchlaufzeit
    7. pH-Wert zu niedrig

    Wir zeigen dir jetzt, wie du Abhilfe schaffen kannst, wenn dein Espresso sauer schmeckt. Für alle, die schnelle Hilfe benötigen, hier eine Erste-Hilfe-Anleitung (alle Tipps erklären wir dir weiter unten im Detail)

    Erste Hilfe Anleitung Espresso zu sauer

    Ganz wichtig: mehrere Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass dein Espresso sauer schmeckt. Verändere immer nur einen Parameter und prüfe, ob es daran lag oder nicht.

    Und wenn es mal passieren sollte, dass dein Espresso zu bitter ist, dann haben wir auch dafür einen passenden Blog-Artikel für dich parat!

    Falscher Mahlgrad

    Für einen gelungenen Espresso ist es wichtig, keinen zu groben Mahlgrad zu nehmen. Am besten ist es, wenn du deinen Kaffee frisch selbst mahlst. Dadurch ist er am aromatischsten und kann sich gut im heißen Wasser lösen. Und du kannst ganz nach deinem eigenen Geschmack entscheiden, wie fein du deinen Kaffee haben möchtest.

    Das heißt: Wenn dein Espresso zu sauer ist, stell den Mahlgrad feiner ein. Sollte er dir dann zu stark sein, kannst du es ausprobieren und wieder etwas gröber mahlen, bis du die perfekte Konsistenz erreicht hast.

    Dein Espresso ist sauer trotz feinem Mahlgrad? Dann lohnt sich vielleicht der Gedanke einer neuen Kaffeemühle. Denn je feiner der Mahlgrad ist, desto mehr werden die leckeren Aromen aus dem Kaffeemehl herausgelöst.

    Eine gute Einsteigermühle, die sich für uns schon über Jahre hinweg bewährt hat, ist die Baratza Encore Kaffeemühle. Mithilfe von 40 einstellbaren Stufen wirst du schnell den richtigen Mahlgrad finden.

    Expertentipp:
    Verwende zum Start einen sehr feinen Mahlgrad, sodass es schon eher mehlig statt pulverig ist. Doch Achtung: Je feiner du mahlst, desto stärker wird dein Espresso. Mit ein bisschen Mut zum Probieren findest du den richtigen Mahlgrad sicher schnell!

    Espressobohnen und Espressokocher

    Falsche Kaffeemenge

    Oftmals unterschätzt wird das optimale Verhältnis von Wasser zu Mahlgut, vor allem wenn der Espresso säuerlich schmeckt. Im Gegensatz zu Filterkaffee, wo es bei 16:1 (Wasser:Kaffee) liegt, sollte es bei Espresso 2:1 (Wasser:Kaffee) sein.

    Selbstverständlich kannst du die Kaffeemenge verringern. Da sich das Verhältnis dann verändert und der Espresso so eine kürzere Durchlaufzeit hat, schmeckt der Espresso daraufhin meist säuerlich. Vielleicht ist genau das in deinem Fall die Ursache.

    Expertentipp:
    Trau dich: Nimm den Standard bei Espresso von 2:1 (Wasser:Kaffee) als Start und probiere die optimale Mischung für dich aus.

    • Je weniger Kaffeemehl du verwendest, desto säuerlicher wird dein Espresso tendenziell schmecken.
    • Je mehr Kaffeemehl du verwendest, desto bitterer wird dein Espresso tendenziell  schmecken.

    Du möchtest einfach einen weniger kräftigen Espresso? Dann empfehlen wir dir aus deinem Espresso einen Caffè Americano zuzubereiten. Einfach deinen Espresso wie gewohnt zubereiten und mit (gefiltertem) Leitungswasser nachfüllen - so erhältst du einen Kaffee, der weniger kräftig und dennoch nicht sauer schmeckt.

    Zu helle Röstung

    Außerdem erhalten die Bohnen und deren Röstung eine tragende Rolle. Im Gegensatz zu Filterkaffee, sind Espresso-Röstungen in der Regel eher dunkler und weniger fruchtbetont.

    Damit Kaffeebohnen wenig Säure enthalten, ist eine dunkle Röstung wichtig. Je länger die Kaffeebohnen (schonend und nicht zu heiß) geröstet werden, desto dunkler wird die Röstung und desto mehr baut sich die Säure ab.

    Ist dir dein Espresso zu sauer, kann das also daran liegen, dass du gerade eine für deinen Geschmack zu helle Röstung verwendest.

    Expertentipp:
    Achte gut auf die Röstung, sonst hilft auch der feinste Mahlgrad oder die beste Espressomaschine nichts mehr. Wähle Espressobohnen, die schonend im Langzeit-Trommelröstverfahren geröstet werden. Bei dieser langsamen, schonenden Röstung werden Säuren und Bitterstoffe besser abgebaut. Gleichzeitig entfalten sich die Geschmacksaromen stärker.
    guten Espresso kaufen

    Zu geringe Brühtemperatur

    Wusstest du, dass die Brühtemperatur die Säure-Balance regelt? Im Optimalfall wird zwischen 88°C und 94°C gebrüht. Wenn du darunter liegst, wird dein Espresso schnell zu sauer. Das klingt ein bisschen nach Raketenwissenschaft, doch wir versichern dir: das ist es nicht. Wenn wir das können, kannst du das auch :-)

    Expertentipp:
    Probiere jedes Mal eine andere Espresso Wassertemperatur aus. Je kühler du brühst, desto fruchtiger schmeckt er tendenziell. Je heißer er gebrüht wird, desto weniger Espresso Säure ist enthalten. Doch Achtung: bei eine Brühtemperatur über 96°C schmeckt er verbrannt und bitter.

    Zu geringer Brühdruck

    Auch ein unterschätzter Faktor, wenn du deinen Espresso mit einer Siebträgermaschine zubereitest: Ein zu geringer Brühdruck. Kontrolliere am besten direkt, wie deine Siebträgermaschine eingestellt ist. Sollte der Espresso Druck zu niedrig sein, kannst du normalerweise recht einfach nachjustieren. Manchmal kann es so leicht sein, oder?

    Expertentipp:
    Der optimale Druck bei Espresso liegt bei 9-10 bar. Manchmal ist ein zu geringer Brühdruck von 4-6 bar oder sogar noch weniger eingestellt. Das kannst du zum einen sehr einfach umstellen und zum anderen auch mit verschiedenen Varianten testen, wie es dir am besten schmeckt. Viel Freude dabei!

    Espresso zu sauer

    Zu kurze Durchlaufzeit

    Wusstest du schon, dass auch die Espresso Durchlaufzeit, auch Extraktionszeit genannt, ein wichtiger Faktor ist? Die Durchlaufzeit beschreibt, wie lange das Kaffeemehl beim Brühen in Kontakt mit dem Wasser ist.

    Es lohnt sich bei jedem Mal eine unterschiedliche Dauer auszuprobieren, um das beste Ergebnis zu erhalten. Ist die Espresso Durchlaufzeit zu kurz, kann es schnell passieren, dass er sauer schmeckt. Denn je kürzer das Kaffeepulver in Kontakt mit dem Wasser ist, desto weniger Aromen, Gerb- und Bitterstoffe können sich lösen. Versuche daher mal deine Extraktionszeit zu verlängern

    Expertentipp:
    Verwende einen feineren Mahlgrad, um die Durchlaufzeit zu erhöhen. Optimalerweise läuft ein Espresso mit einer Siebträgermaschine 25-30 Sekunden durch. Ein normaler Kaffeevollautomat schafft diese Durchlaufzeit in der Regel nicht. Ein guter Richtwert sind hier für Vollautomaten mindestens 10 Sekunden.

    ph-Wert zu niedrig

    Aus chemischer Sicht gesehen ist Kaffee sauer. Oftmals wird daher vom pH-Wert gesprochen – auch wenn meist stattdessen die Wasserhärte gemeint ist. Diese kannst du mit wenigen Klicks online für deine Region herausfinden.
    Der pH-Wert sinkt übrigens innerhalb der ersten zehn Sekunden beim Brühvorgang stark. Doch auch dabei können wir dir helfen:

    Expertentipp:
    Anstatt dich auf den Espresso pH Wert zu fokussieren, lohnt sich ein Blick auf den Wasserfilter. Damit kannst du Calcium- und Magnesiumionen minimieren, wodurch wiederum die Wasserhärte sinkt. 
    Säurehaltiges Leitungswasser macht den Espresso weniger fruchtig. Mit gefiltertem Wasser hingegen bist du den sauren Geschmack in der Regel los. Ein Blick auf bzw. Test deines Leitungswassers lohnt sich daher definitiv.

    Wir von earlybird coffee haben die perfekte Lösung für dich entwickelt, wenn du Espresso und Kaffee gleichermaßen liebst: Der earlybird Kaffee für Vollautomaten. Damit bist du in der Lage die gesamte Spannbreite an Kaffees abzudecken. Aus ein- und derselben Kaffeebohne kannst du dir einen aromatischen und intensiven Espresso – garantiert nicht sauer –, gleichzeitig aber auch eine große Tasse Kaffee, ohne Überextraktion oder bitterem Geschmack, zubereiten.

    Du weißt noch nicht, welcher Kaffee für dich der richtige ist? Dann ist unser earlybird Probier-Paket genau das Richtige für dich:

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    Viel Freude und Erfolg beim Zubereiten deines neuen Lieblings-Espressos!
    Dein earlybird coffee-Team


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