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Filterkaffee zubereiten – die 5 wichtigsten Tipps

Filterkaffee Tipps Zubereitung Handfilter Kaffeemaschine earlybird coffee Titelbild

Lange hielt sich sein schlechter Ruf hartnäckig. Filterkaffee, der langweilige Kaffee von nebenan. Bekannt durch röchelnde Kaffeemaschinen aus den 80ern, zu Kaffee und Kuchen bei Oma und in schlechten amerikanischen Dinern. Doch jetzt ist der gute alte Filterkaffee zurück - und das zurecht.

Ganz ehrlich: Wir lieben Filterkaffee! Jeden Morgen wird im earlybird Büro erst einmal eine ganze Kanne gekocht. Warum wir Filterkaffee so lieben? Es ist ein simpler Kaffee. Er entfaltet seine Aromen besonders intensiv. Ist Lecker. Bekömmlich. Mild. Er macht uns wach, lebendig, wärmt unser Herz. Ganz ohne Schnick Schnack. Und nicht zu vergessen: er ist kinderleicht und nachhaltig zuzubereiten.

Ein Blick auf den aktuellen Kaffeereport 2020 zeigt: jede:r zweite Deutsche bereitet sich Filterkaffee zu. Wieso auch du mal wieder eine einfache Tasse Filterkaffee genießen solltest - wir verraten dir, wie Filterkaffee funktioniert, was die Vorteile sind und geben dir eine Menge Tipps & Tricks für die einfache Zubereitung von Filterkaffee an die Hand!

Wie funktioniert Filterkaffee?

Filterkaffee ist eine der ältesten und gleichzeitig eine der einfachsten Kaffeezubereitungsarten. Prinzipiell wird heißes Wasser auf gemahlenen Kaffee gegeben. Die gewünschten Aroma- und Geschmacksstoffe lösen sich aus dem Kaffeemehl. Einzelne Bestandteile wie das Koffein werden freigesetzt. Damit man im Nachgang nicht den ganzen Kaffeesatz in der Tasse hat (wie beim türkischen Mokka), wird dieser durch einen Filter effektiv herausgefiltert. Fertig ist der Filterkaffee.

Einen besonders “cleanen” Filterkaffee erhältst du, wenn du beim Filtern einen Papierfilter nutzt. So werden die Kaffeeöle und -fette herausgefiltert. Diese können aber auch einfach mitgetrunken werden, wie es bspw. bei der Zubereitung mit einer French Press oder Chemex der Fall ist.

Ob du Filterkaffee mit einer Maschine kochst, mit einem Handfilter, einer French Press, Chemex oder einer anderen Zubereitungsvariante. Die Vorteile sind im Endeffekt die Gleichen:

Vorteil 1: Eine große Portion Aroma im Kaffee

Filterkaffee hat viele Vorteile. Der wesentliche Punkt: Er schmeckt einfach! Wer nach vielen Jahren voller hipper Kaffeespezialitäten aus Kaffeevollautomaten oder von bekannten Kaffeeketten das erste Mal wieder einen Filterkaffee trinkt, ist häufig positiv überrascht. Keine Zubereitungsart lässt die individuellen Aromen des Kaffees besser hervortreten, die Einzelheiten und Charakteristika besser erlebbar machen.
Wir trinken unseren earlybird Filterkaffee am liebsten schwarz, um so den mild-nussigen Geschmack und die Fruchtnote der drei Rohkaffees am intensivsten zu erleben. Der Geschmack ist angenehm, weder bitter noch sauer.


Passenden Filterkaffee finden

Vorteil 2: Filterkaffee kostet wenig - egal mit welcher Zubereitungsart

Filterkaffee ist eine extrem günstige Methode, um guten Kaffee herzustellen. Ein hochwertiger Handfilter aus Porzellan kostet um die 20€, eine vernünftige Einsteiger-Handmühle etwa 35€. Das wars!

Starterkit Kaffee

Wenn du mehr Komfort möchtest, kannst du dir zum Kaffee mahlen auch eine elektrische Kaffeemühle zulegen. Als Einsteigermodell für frisch gemahlenen Filterkaffee bietet sich zum Beispiel die Baratza Encore Kaffeemühle an.

Zum komfortablen Zubereiten von Filterkaffee eignet sich neben dem Handfilter auch eine Chemex, eine French Press oder eine Filterkaffeemaschine. Das Gute ist: In keinem dieser Fälle treten annähernd so hohe Kosten auf wie bei einem Vollautomaten oder einer Siebträgermaschine.

Filterkaffee ist eine nachhaltige Investition: Egal, für welche Zubereitungsart du dich entscheidest - eigentlich kann nichts kaputt gehen. Wartung und Verschleiß beschränken sich auf ein Minimum.

Alles, was du sonst noch brauchst, ist Wasser, ein paar Papierfilter und richtig guten Kaffee, wie zum Beispiel unseren earlybird Filterkaffee :-)

Filterkaffee

Vorteil 3: Einfache Zubereitung

Filterkaffee ist wirklich keine Raketenwissenschaft. Wenn du unseren Anleitungen folgst, erhält du einen gut schmeckenden Kaffee, Punkt. Vielleicht wirst du zu Beginn etwas mit der Dosierung oder dem Mahlgrad der Mühle spielen, um den Punkt zu finden, an dem es dir persönlich am besten schmeckt. Wir sprechen hier aber nicht über komplexe Geräte wie das Zusammenspiel einer Mühle und einer Siebträgermaschine, die man erst einmal theoretisch verstehen sollte und dann durch lange, lange praktische Erfahrung zu einem guten Endprodukt führen muss! Die Zahl der Fehlerquellen ist relativ gering. Und wenn es einmal nicht gut schmeckt, sind die Parameter an denen du schrauben solltest, sehr überschaubar.

Anleitung Handfilter Anleitung French Press  Anleitung Chemex

Vorteil 4: Der Trend beginnt gerade erst

Filterkaffee ist ein Trend, der gerade noch in den Kinderschuhen steckt und (hoffentlich) immer mehr begeistern wird. Auf vielen Ebenen entspricht er einfach dem heutigen Zeitgeist: weg von hochgerüsteten Automaten hin zu einem haptisch und optisch ansprechenden manuellen Prozess. Weg von Einmal-Verwendung und Müllproduktion hin zu Wiederverwendbarkeit und sparsamer Umgang mit Ressourcen. Weg von Kaffee nur als Wachmacher und Koffein-Lieferant hin zu einem aromatischen und persönlichen Genussmoment. Weg von anonymer Industrieproduktion hin zu Regionalität und Nachhaltigkeit.

Die 5 wichtigsten Tipps für deinen perfekten Filterkaffee

Tipp 1: Was ist der richtige Mahlgrad?

Der Mahlgrad beschreibt, wie fein oder grob dein Kaffeepulver bzw. Kaffeemehl ist. Er hat einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack deines Kaffees und ist unserer Erfahrung nach eine häufige Quelle von Unzufriedenheit. Meistens ist er nämlich eher zu fein.

Vor allem bei vorgemahlenen, günstigen Kaffees wird dir häufig ein superfeiner Mahlgrad begegnen. Dieser ermöglicht es nämlich, dass noch etwas an Geschmack herauskommt, auch wenn die Qualität des Kaffees zu wünschen übrig lässt. Für vorgemahlenen Kaffee hilft daher vor allem unser Tipp 2.

Unsere Fausregel:

Ist dein Filterkaffee

  • zu bitter/überextrahiert/stark: Mahlgrad gröber stellen
  • zu dünn/fruchtig/sauer: Mahlgrad feiner stellen

Ein guter Startpunkt ist ein mittlerer Mahlgrad - von der Konsistenz ungefähr so wie Sand oder Zucker.

Mahlgrad
Tipp 2: Was ist guter Kaffee?

Wer einen 99 Cent Wein kauft, wird kaum erwarten, dass dieser zu einem besonderen Geschmackserlebnis führt - bei Kaffee verhält es sich gleich.

Du bist hier auf der Webseite von earlybird coffee gelandet, einem kleinen Start-up aus Stuttgart. Unsere Mission ist es, zu zeigen, dass ein viel besserer Kaffee nicht aufwendig, exotisch oder teuer sein muss. Meistens geht es nur um ein paar Cent auf die Tasse gerechnet. Der Qualitätsunterschied ist jedoch enorm. Ein Kaffee, der nicht in der großen Industrieanlage, sondern handwerklich und schonend im Trommelröstverfahren geröstet wurde, entfaltet seine individuellen Aromen besser und ist weit entfernt von Säure und Bitterkeit. Ist er dann noch bio, fair und klimaneutral, schmeckt die tägliche Tasse Kaffee nicht nur besser, sondern gibt dir auch ein gutes Gefühl.

hadnwerklich geröstet

Tipp 3: Wie viel Gramm Kaffee pro Tasse?

Wir verraten dir eine einfache Regel, mit der du ab sofort immer weißt, wie viel Kaffee du pro Tasse brauchst. Einzig bei der Verwendung von Filterkaffeemaschinen versteckt sich eine kleine Falle. Hierfür haben wir eine Ausnahmeregel für dich!

Grundregel: Im Normalfall sind auf 200ml Wasser 12g Kaffee ein guter Richtwert. Wenn du keine Waage hast, nimm einen stark gehäuften Esslöffel – das sind grob 12g. Bitte beachte bei der Zubereitung deines Filterkaffees: 200ml entsprechen eher einer kleinen Tasse Kaffee.

Ausnahmeregel für Filterkaffeemaschine: Wenn du deinen Kaffee mit einer Filterkaffeemaschine kochst, gibt es einen wichtigen Punkt, den du beachten solltest. Bei den meisten Maschinen wird eine sehr kleine Tassengröße angenommen. Dadurch neigen viele dazu, zu viel Kaffee zu nutzen. Um den besten Geschmack herauszuholen, verwende bei einer Filterkaffeemaschine eher 12g (ein stark gehäufter Esslöffel) für 2 Tassen.

Kaffeewaage

Tipp 4: Die richtige Wassertemperatur für Filterkaffee

Mit der richtigen Wassertemperatur erhältst du bei handgemachtem Filterkaffee z.B. mit Handfilter, French Press oder Chemex einen noch besseren Filterkaffee.
Unsere Faustregel lautet:
Ist der Kaffee
* zu bitter/überextrahiert/stark: verwende kälteres Wasser
* zu dünn/fruchtig/sauer: verwende heißeres Wasser
Die Optimal-Temperatur liegt bei ca. 96 Grad. Diese Temperatur erhältst du, wenn du das frisch gekochte Wasser ca. 2-3 Minuten offen stehen lässt oder einen Schuss kaltes Wasser hinzufügst.

Tipp für Filterkaffeemaschinen

Bei Filterkaffeemaschinen lässt sich die Wassertemperatur nicht anpassen. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Filterkaffee mit einer Kaffeemaschine zubereitest, die hochwertig ist. Mittlerweile gibt es eine Menge „China-Plastik-Maschinen“ zu Spotpreisen. Viele unterschätzen beim Kauf jedoch den Einfluss der Maschinen-Qualität auf den Geschmack.
Wir selbst haben sehr gute Erfahrungen mit Firmen wie Moccamaster gemacht. Das sind hochwertige Filterkaffeemaschinen mit stilvollen Design, die ewig halten. Im Vergleich zu Vollautomaten, Kapselmaschinen und Co. ist eine Moccamaster zusammen mit einem Kaffee wie earlybird eine langfristig fast unschlagbar günstige und geschmacklich überzeugende Lösung.

Tipp 5: Wie lagere ich Kaffee richtig?

Kaffee mag weder Sauerstoff noch Wärme, Licht oder Feuchtigkeit.
Hier die wichtigsten Punkte, damit der erste Kaffee aus der Packung genauso gut schmeckt wie der letzte:
  • Am besten den Kaffee in der ursprünglichen Packung belassen und mit einem Gummi oder einer Klammer möglichst luftdicht verschließen. Bereits ein Tag offen an der frischen Luft wirkt sich negativ auf den Geschmack aus.
  • Den Kaffee an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort lagern. Auch wenn du es vielleicht schon einmal gehört hast: Bitte den Kaffee nicht in den Kühlschrank stellen. Dabei handelt es sich um einen Mythos. Am besten eignet sich ein Küchenschrank. Vermeide hier die Nähe zu Produkten mit starken Fremdaromen wie z.B. Gewürze. Der Kaffee könnte diese sonst annehmen.
Willst du noch mehr über die richtige Lagerung von Kaffee erfahren? Wir finden das Thema so wichtig, dass wir einen eigenen Blog-Artikel verfasst haben, wie du deinen Kaffee richtig aufbewahren solltest.

Extratipp Wasser

Kaffee besteht zu 98% aus Wasser. Nicht verwunderlich, dass das verwendete Wasser beim Kaffee zubereiten einen Einfluss auf den Geschmack haben kann. Dabei geht es im Wesentlichen um die allseits bekannte „Wasserhärte“. Zugegeben, um hier mit Geschmack zu experimentieren, muss man schon sehr ambitioniert sein. Wenn du jedoch unzufrieden mit dem Ergebnis deines Kaffees bist, kann es sich vor allem bei eher hartem Wasser lohnen, mal ein anderes Wasser zu verwenden. Probier doch mal deinen Filterkaffee mit Wasser z.B. aus einer einfachen Wasserfilter-Karaffe zuzubereiten.

Extratipp für Kaffeefeinschmecker:innen

Neben Kaffee, Wasser und Maschine gibt es noch eine weitere wichtige Komponente – das Filterpapier. Kaffeefeinschmecker:innen (zu denen auch wir earlybirds zählen) schwören auf qualitativ hochwertiges Filterpapier, da andernfalls häufig Fremd-Aromen zum Vorschein treten.
Wenn dir das zu aufwendig ist, haben wir einen Trick für dich. Und zwar: das Papier vorab mit einem kleinen Schuss heißem Wasser „durchspülen“. Wie das aussehen kann, findest du in unserer Anleitung für Handfilter unter Schritt 4 „Kaffeefilter vorbereiten“. Im Video zeigen wir dir step-by-step, wie du ganz einfach Filterkaffee mit dem Handfilter zubereiten kannst ;-) 
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2 Kommentare

Mai 11 2021 • Verfasst von Peter

Interessanter, guter Artikel, da ich auf meine neuen Siebträgermaschine warte und in der Zwischenzeit brühe.. Eure Espresso-Röstung finde ich sehr lecker :)

Nov 21 2017 • Verfasst von Jeanette

Sehr interessanter Beitrag! Ich war auch eine lange Zeit unzufrieden mit dem Geschmack meines Kafes. Ich war mir sehr sicher, dass es am Wasser lag, jedoch hat es auch nicht geholfen, als ich mir eine Wasser-Karaffe zugelegt habe.
Mittlerweile habe ich mir eine Wasseraufbereitungsanlage wie diese hier instalieren lassen und der geschmackliche Unterschied ist enorm! Ich kaufe mir jetzt auch kein stilles Mineralwasser in Flaschen mehr, da das Leitungswasser aus der Anlage genauso (wenn man mich fragt sogar besser als die ein oder andere Wassermarke) schmeckt.
Viele Grüße

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